
Musikverein Wien
Einzigartige Konzerte erleben!

Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien trauert um Herbert Blomstedt
Es sei hinderlich für die Kunst, zu sehr von sich selbst überzeugt zu sein, meinte Herbert Blomstedt. Und so behielt er sich – hochdekoriert mit staatlichen und akademischen Auszeichnungen, Ehrendirigent so gut wie aller Klangkörper, denen er als Chefdirigent vorgestanden war, und darüber hinaus – in seiner über sieben Jahrzehnte dauernden Dirigentenkarriere stets die Freude, Neugier, aber auch die Zweifel eines, der immer noch lernt. Mit besonderem Interesse wandte sich Herbert Blomstedt den Symphonien Carl Nielsens zu, die er u. a. durch zwei Gesamteinspielungen – darunter die „Referenzaufnahme“ mit der San Francisco Symphony – international bekannt gemacht hat. Ein zweiter großer Fokus der Arbeit von Herbert Blomstedt lag auf der Musik von Jean Sibelius, in deren Interpretation er maßstabsetzend war.
In den Konzerten der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien debütierte Herbert Blomstedt mit Mozarts „Jupiter-Symphonie“ und Bruckners Dritter Symphonie am 9. Juni 1974 am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Es folgten, vor allem ab den 2000er-Jahren, weitere Auftritte: mit dem Chamber Orchestra of Europe, dem Gustav Mahler Jugendorchester, dem Gewandhausorchester Leipzig (dessen 19. Kapellmeister er von 1998 bis 2005 war), den Wiener Symphonikern und, nach seinem späten Debüt im Alter von 83 Jahren bei diesem Klangkörper, mit den Wiener Philharmonikern, zuletzt im März 2023. Auch im hohen Alter beeindruckte Herbert Blomstedt durch seine geistige Frische und seine Hingabe an die Musik, die Publikum und Musiker:innen gleichermaßen bewegte.
Am 4. November 2026 ist der herausragende Dirigent im Alter von 99 Jahren in Göteborg verstorben.

Geheimnisvolles mit dem Royal Concertgebouworkest

Highlights der Saison 26/27























