Archiv · Bibliothek · Sammlungen 

der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Archiv · Bibliothek · Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien sind die bedeutendste private Musiksammlung weltweit. Nimmt man die staatlichen Sammlungen hinzu, so gehören sie auch hier zu den fünf wichtigsten der Welt, vergleichbar nur mit den staatlichen Bibliotheken von Berlin, London, Wien und Washington. Was die Sammlung des Musikvereins auszeichnet, ist nicht allein die Fülle herausragender Einzelobjekte, sondern auch ihre Verknüpfung. Es war ein Bestreben der Gesellschaft der Musikfreunde von Anfang an, die Geschichte der Musik so umfassend wie möglich zu dokumentieren. Gesammelt werden Musikautographe, Manuskripte und Notendrucke, Briefe, Bücher und Periodika, Bilder, Plastiken und Fotografien, Akten und Dokumente aller Art, Erinnerungsgegenstände, Tonträger und Musikinstrumente.Dass die Sammelleidenschaft schon 1812 erwachte, erwies sich als Glück. Die Musikfreunde griffen zu, als die Auflösung alter Adelskapellen kostbares Notenmaterial freisetzte. Sie boten erfolgreich mit, als 1827 Beethovens Hinterlassenschaft versteigert wurde. Wenig später kam die Musikbibliothek des Beethoven-Freunds Erzherzog Rudolph als testamentarisches Vermächtnis hinzu: neunzig Kisten zu je 250 Kilogramm mit unschätzbaren Beethoven-Dokumenten. Eine andere Schenkung brachte 1870 das vielleicht bekannteste Beethoven-Manuskript hierher: die Abschrift der „Eroica“-Partitur mit der vom Komponisten ausradierten Widmung an Napoleon.Auch Originalmanuskripte von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn zählen zu den Spitzenobjekten der Sammlung. Von Franz Schubert besitzt die Gesellschaft u. a. die autographen Partituren aller Symphonien (mit Ausnahme der Fünften). Johannes Brahms wollte seinen Nachlass an Noten und Büchern im Archiv des Musikvereins wissen – wie später dann Gottfried von Einem. Die Liste berühmter Namen lässt sich fast beliebig fortsetzen. Bruckner und Mahler, Schumann und Mendelssohn Bartholdy, Johann Strauß und Joseph Lanner, Hugo Wolf und Richard Strauss, Anton Webern und Alban Berg – sie alle sind mit wertvollen Dokumenten im Archiv vertreten. Der Musikverein bewahrt diese Werte nach höchsten sicherheitstechnischen Standards. Einblicke geben Ausstellungen, die Archiv · Bibliothek · Sammlungen regelmäßig im Ausstellungssaal des Musikvereins gestalten. Fest zum Veranstaltungsprogramm der Gesellschaft gehört die jährlich stattfindende Konzertserie „Nun klingen sie wieder“, bei der auf historischen Instrumenten aus den Sammlungen musiziert wird. Archiv · Bibliothek · Sammlungen sind ein Zentrum der Wissenschaft. Die Qualität der gesammelten Objekte und die Kompetenz der hier tätigen Experten machen das Archiv zum gefragten Partner internationaler Ausstellungen und wissenschaftlicher Projekte.Die Bestände der Sammlungen stehen dem wissenschaftlichen Studium offen. Von Oktober bis Juni ist der Lesesaal montags, mittwochs und freitags an Vormittagen für Forschungszwecke frei zugänglich.

So erreichen Sie das Archiv

Bösendorferstraße 12
1010 Wien
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+43 1 505 86 81 66 (Fax)

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Nun klingen sie wieder 2018

Von handfester Klaviermusik bis hin zu sphärischen Glasklängen spannt sich 2018 der Bogen in der Konzertreihe „Nun klingen sie wieder“. Archivdirektor Otto Biba stimmt darauf ein.

Es muss eine empfindsame Zeit gewesen sein, in der Glas als Ton- und Klangerzeuger geschätzt wurde. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam es dafür geradezu in Mode, und um 1800 war ein Höhepunkt auf der Suche nach „Glasklängen“ erreicht. Da gab es einmal die Glasharmonika, bei der mit nassen Fingern Glasschalen zum Klingen gebracht werden, aber auch das Glasklavier, bei dem die Hämmer nicht auf Saiten, sondern auf Glasplättchen schlagen. Jeweils zwei solche Instrumente sind im Besitz der Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Während die beiden Glasharmonikas nicht spielbar sind, kommen die zwei Glasklaviere am 25. April zum Einsatz: Nun klingen sie wieder …

Lesen Sie den ganzen Artikel "Hören und staunen" aus dem Musikfreunde Magazin.