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Neuer Swing

Dass jemand oder etwas in keine Schublade passe, ist ein so oft benutztes Sprachbild, dass es selbst schon nach Schublade und Mottenpulver riecht. Und so soll über die enorm vielseitige, quirlig-quecksilbrige Jazzsängerin Marina Zettl aus Graz auch ganz anderes gesagt werden: nämlich dass sie eine Schublade gefunden hat! Eine, aus der sie die farbenfrohsten Sachen zieht. Die Lade ist der Swing der 1930er, 40er Jahre. Ein herrliches Quantum Retro-Chic steckt darin, aber auch viel Anregendes für die neue, eigene Lesart, mit der Marina und vier Musikerkollegen nun swingend unterwegs sind. „Marina & The Kats“ nennt sich das Ensemble: die kleinste Bigband der Welt, die sich groß auf Erfolgskurs bewegt. 2018 stehen Auftritte beim Jazzfest Ancona an, jede Menge weiterer Gastspiele in Frankreich, Tunesien, Deutschland und Spanien. Und, am 12. April, ihr Debüt im Musikverein.

Donnerstag, 12. April 2018, 20.00 Uhr Gläserner Saal / Magna Auditorium

Mundart-Chanson oder so ähnlich

Die Stilrichtung der Die Duetten lässt sich nicht ganz festmachen, aber: Ihre Musik ist sicher erfrischend anders. Sie sind ehrlich, aber nicht immer, kritisch, unkritisch, lieben Klischees und bedienen diese gerne. Musik, Mundkunst oder auch Mundart genannt, ist das, was sie machen. Michaela Khom, Musicaldarstellerin, und Isabel Gaber, Grafikerin und Musikerin auf dem Weg zum künstlerischen Doktorabschluss: zwei junge, kreative Mädels, die in Addition Die Duetten ergeben, die inspiriert vom alltäglichen Geschehen mit Worten malen. Sprachlich treffen sich die Burgenländerin und die Steirerin im Wiener Dialekt, musikalisch zwischen Chanson und Wienerlied.

Freitag, 16. März 2018, 20.00 Gläserner Saal / Magna Auditorium

Rising Star Emmanuel Tjeknavorian

Bereits seit mehreren Jahren begleitet und fördert die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien die Laufbahn des 22-jährigen Geigers Emmanuel Tjeknavorian. Inzwischen ist der junge Wiener mit armenischen Wurzeln auf dem besten Weg zu einer großen Karriere. Seit seinem Musikvereinsdebüt hat er hier mehrere Sonaten- und Kammermusikabende gegeben und wurde etwa mit seiner Interpretation von Schuberts C-Dur-Fantasie zum „schönen Beweis für die These, dass die wienerische Musizierkultur noch lang nicht ausgestorben ist“ (Die Presse).

Von Musikverein und Konzerthaus als Vertreter Österreichs für die internationale Konzertserie „Rising Stars“ nominiert, gastiert Emmanuel Tjeknavorian 2017/18 in führenden Konzerthäusern Europas und so auch im Musikverein – mit einem höchst anspruchsvollen Programm für Violine solo, das auch ein neues, für ihn geschriebenes Werk von Christoph Ehrenfellner enthält. Als Rising Star besucht er zudem eine Wiener Schule, um seine Begeisterung für klassische Musik mit Jugendlichen zu teilen. 

"Fremd" - Coro siamo

Hören, zuhören, hinhören … aber auch: gehören, zugehören, wohingehören? Mit Assoziationen zum „Hören”, die weit über den musikalischen Kontext hinausgehen, begibt sich der Wiener coro siamo mitten in die Diskussion über gesellschaftliche Wahrnehmungen und Befindlichkeiten. Und findet mögliche Antworten gerade in Musiken, die unterschiedliche Aspekte des „Fremdseins” illustrieren. Im Programm „Fremd” werden die Sängerinnen und Sänger zu einem Chor von Vertriebenen oder von Fremden im eigenen Land. Die Grenzen des Aufführungs- und Zuhörerraums werden aufgebrochen, es eröffnet sich ein Raum für Projektionen: Bin ich fremd oder die anderen? Musik von aus Österreich vertriebenen Komponisten und von Menschen, die nach Österreich fliehen mussten, bildet den musikalischen Rahmen rund um Kompositionen von Viktor Ullmann, György Ligeti und Arvo Pärt.

Artikel "Das Wir-Gefühl von seiner schönsten Seite" aus dem Musikfreunde Magazin.
Mittwoch, 15. November 2017, 20.00 Uhr

Franz Welser-Möst über Leoš Janáčeks Oper „Das schlaue Füchslein“

Die Produktion, die in den USA Furore machte und die Kritik bis zur „New York Times“ begeisterte, ist im Musikverein erst- und einmalig in Europa zu sehen. 

Termine:
Donnerstag, 19. Oktober 2017, 19.30 Uhr
Freitag, 20. Oktober 2017, 19.30 Uhr

Für noch mehr Hintergründe zum Gastspiel des Cleveland Orchestra lesen Sie unseren Artikel "Musik fürs Leben" aus dem Musikfreunde Magazin September/Oktober 2017.