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Der Kupferstich

Das Drucken von einer Kupferplatte

Wir besitzen in unseren Sammlungen die historische Stichplatte eines als Kupferstich verbreiteten Mozart-Portraits. Der Stecher hat das Portrait seitenverkehrt mit Griffeln in die Platte „gezeichnet“, also graviert. Die Platte wird eingeschwärzt und danach wieder gesäubert; in diesen Vertiefungen bleibt die Druckerschwärze zurück. Die Platte wird auf Papier gepresst und die in den Rillen verbliebene Druckerschwärze wird auf das Papier übertragen.

Otto Biba

Das Notenstechen

Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

In eine durch entsprechende Legierung gehärtete Zinnplatte ritzt der Notenstecher Notenlinien, Taktstriche, Notenhälse, Bindebogen und andere lineare Details des Notenbildes, während er Notenköpfe, Notenschlüssel, Vorzeichen und dergleichen mit Stempel einschlägt. Korrekturen sind möglich, indem die durch das Einschlagen oder Einritzen entstandene Vertiefung von der Rückseite wieder ausgeklopft wird. Jede Platte ist eine Notenseite. Wie beim Kupferstich wird auch beim Notenstich die Platte eingeschwärzt und danach wieder gesäubert. Die in den Vertiefungen verbliebene Farbe wird mit einer Presse auf Papier übertragen.  Der Notenstecher fertigt von einer fertigen Platte erst einmal einen Probeabzug an, der kontrolliert und korrigiert wird. Nach der Ausführung der allfälligen Korrekturen kann die Platte zum Druck verwendet werden.

Otto Biba

Das Notendrucken von einer historischen Zinnplatte

Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Die eingeschwärzte und danach wieder gesäuberte Stichplatte mit der in dem seitenverkehrten Notentext verbliebenen Druckerschwärze kommt in eine Presse, um die Druckfarbe von der Platte auf Papier zu übertragen. Der auf der Platte lastende Druck presst die Platte in das Papier ein, weshalb dort ein Plattenrand zu sehen ist. So wurde in historischer Zeit jedes Notenheft und jeder Partiturband Seite für Seite händisch gedruckt. Weil das ein langwieriger Prozess war, hat man nicht große Auflagen hergestellt, sondern dem Bedarf entsprechend nach und nach eine jeweils kleinere Anzahl von Exemplaren hergestellt.

Otto Biba

Das Notendrucken von einer Zinnplatte

Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

In historischer Zeit wurden alle Exemplare von gestochenen Musikalien wirklich Seite für Seite von mittels einer Legierung gehärteten Zinnplatten gedruckt, was an den im Papier vorhandenen Plattenrändern ersichtlich ist. Nach der Erfindung des Offsetdrucks wurde von den gestochenen Platten nur ein Exemplar hergestellt, das dann im Offset-Druckverfahren vervielfältigt wurde. Solange der Offsetdruck auch noch ein relativ aufwendiges Druckverfahren war, wurden erste Exemplare händisch gedruckt auf den Markt gebracht, der dann baldmöglichst die offset gedruckten folgten. Die Vervielfältigung im Offsetdruck erlaubte die Herstellung einer großen Anzahl von Exemplaren in einem Arbeitsgang, also die Produktion einer Auflage, der bei Bedarf eine weitere folgen konnte.

Otto Biba

Handgeschöpftes Papier

Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Notendrucke wurden bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts mit handgeschöpftem Papier hergestellt. Das Grundmaterial dafür waren in Europa zerkleinerte, zerquetschte und in Wasser aufgelöste Textilfäden. Der Papiermacher taucht in den so entstandenen Brei – die „Bütte“ – ein Sieb, auf dem die breiige Substanz liegen bleibt, während das Wasser abtropft. Damit das Sieb nicht durchhängt, ist es mit dickeren Drähten verstärkt, die im Papier die so genannten Wasserzeichen zurücklassen; meist basieren diese Drahtverstärkungen auf den Initialbuchstaben des Namens des Papiermachers und dessen Firmenzeichen. Der Papiermacher legt die in Größe des Siebes formatierte Papiermasse aus dem Sieb auf ein Tuch. In einer Presse wird das in der Papiermasse verbliebene Wasser entfernt. Danach muss das so entstandene Papierblatt zum Trocknen aufgehängt werden.

Otto Biba

Historische Musikinstrumente #1

Viola da Gamba | Violoncello | Salterio

Historische Musikinstrumente aus den Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien erklingen in einer Probe zu einem Konzert des Zyklus "Nun klingen sie wieder". Es spielen Maddalena Del Gobbo, Christophe Coin und Max Engel. Kommentiert von Archivdirektor Dr. Otto Biba.

Folgende Instrumente aus unseren Sammlungen werden vorgestellt:
Viola da Gamba (Anthony Posch, Wien 1736)
Violoncello (Italien, 17. Jahrhundert)
Salterio (Oberrheinisch/französisch, 18. Jahrhundert)

Historische Musikinstrumente #2

Naturtrompete

Paul Rintelen präsentiert im Brahms-Saal des Musikvereins eine Naturtrompete (Michael Leichamschneider, Wien 1719) aus den Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.

Arien für Kaiserin Maria Theresia

Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

KS Ildiko Raimondi singt bei einer Probe im Brahms-Saal des Musikvereins Wien Arien, die für Kaiserin Maria Theresia komponiert und im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien überliefert wurden. Kommentiert von Prof. Dr. Ingrid Fuchs.

Vier Ländler von Leopold Jansa

Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Raimund Lissy, Helmut Zehetner und Maria Grün spielen vier Ländler von Leopold Jansa, das Notenmaterial dazu stammt aus unserem Archiv.