Stars in der Schule

Stars der "Klassik" besuchen Schulen

"Was wir aus dem Vortrag mitgenommen haben, ist, dass wir unseren eigenen Weg gehen und unsere Träume verwirklichen sollen, dass aber die Schule dennoch wichtig ist." Anne-Sophie und Johanna (15)

Für Schülerinnen und Schüler ist es immer ein besonderes Erlebnis, wenn „Stars“ der Klassik-Branche zu ihnen in die Schule kommen. Die unmittelbare Nähe, Musizieren und Gespräche auf „Tuchfühlung“ schaffen eine ganz spezielle Beziehung, selbst für Jugendliche, die meinen, keinen so "guten Draht" zur klassischen Musik zu haben. Begeisterung kann überspringen, Leidenschaft fasziniert, da gibt es wohl ein Geheimnis in der Kunst, das es lohnt, weiter zu erforschen...

2007 haben wir zum ersten Mal in Kooperation mit der Initiative Rhapsody in School einen derartigen Schulbesuch organisiert. Die Geigerin Arabella Steinbacher, damals 26 Jahre jung, kam für 2 Stunden in ein Wiener Gymnasium, spielte auf ihrer kostbaren Stradivari-Geige, beantwortete bereitwillig Fragen nach den Anfängen ihrer Karriere – und vermochte zu überzeugen.

Seit 2015/16 präsentieren wir zudem Education Projekte mit den "Rising Stars" der European Concert Hall Organisation ECHO.

Emmanuel Tjeknavorian

Wenn sich ein 11-Jähriger schon bemüht, die Klassenkameradin, die Mozart urlangweilig findet, für klassische Musik zu begeistern, schlummert in dem geigerisch Hochbegabten wohl auch ein veritables pädagogisches Geschick. Nun kehrt Rising Star Emmanuel Tjeknavorian vier Jahre nach der Matura in seine alte Schule, das Sacre Coeur Wien, zurück und freut sich riesig, als bei seiner Frage, wer denn schon einmal ein klassisches Konzert besucht habe, fast alle Hände in die Höhe schnellen. 

Was schüttelt man in so einem Schulkonzert (5. Dezember 2017) am Vormittag aus dem geigerischen Handgelenk? Leichte Kost ist nicht angesagt: Bachs Chaconne aus der d-Moll Partita ist sein erstes Stück. Und dann die „Letzte Rose“ von Heinrich Wilhelm Ernst. Ja, da „muss ich jetzt ein bisschen arbeiten“ erklärt Emmanuel – und setzt die fingerbrecherischen Variationen glasklar in den Raum. Wie lang braucht man, bis man so ein schwieriges Stück drauf hat, will eine Schülerin wissen? Für eine der weniger als 1 Minute dauernden Variationen hat er eine Woche lang jeden Tag 11 Stunden geübt….

Ob er je daran gedacht hat, alles hinzuschmeißen? Es gibt schon Tage, wo nicht alles rund läuft, an denen man zweifelt. Aber eine „Leben ohne Musik, das kann ich mir nicht vorstellen!“

Feedback der Schülerinnen und Schüler

"Ich bin nicht wirklich ein Fan von klassischer Musik, aber die Stücke, die er uns vorgespielt hatte, waren beeindruckend.''
"Er hat uns gezeigt, dass klassische Musik nicht unbedingt langweilig sein muss."
"Ich liebe klassische Musik und der Klang seiner Violine schien den gesamten Raum einzunehmen. Mir gefiel auch, dass er die Zuschauer an seiner Leidenschaft für die Musik teilhaben ließ."
"Er hat klassische Musik für Jugendliche attraktiver gemacht und musikalisch begabt war er auch noch."
Mveto, Halmer, Holoubek, Chernetsova (16)

„Wir fanden es gut, dass Emmanuel viele Stücke (modern und klassisch) vorgespielt hat, die uns teilweise auch Gänsehaut bereitet haben. Was wir aus dem Vortrag mitgenommen haben, ist, dass wir unseren eigenen Weg gehen und unsere Träume verwirklichen sollen, dass aber die Schule dennoch wichtig ist." 
Anne-Sophie und Johanna (15)

Rising Star Emmanuel Tjeknavorian

Bereits seit mehreren Jahren begleitet und fördert die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien die Laufbahn des 22-jährigen Geigers Emmanuel Tjeknavorian. Inzwischen ist der junge Wiener mit armenischen Wurzeln auf dem besten Weg zu einer großen Karriere. Seit seinem Musikvereinsdebüt hat er hier mehrere Sonaten- und Kammermusikabende gegeben und wurde etwa mit seiner Interpretation von Schuberts C-Dur-Fantasie zum „schönen Beweis für die These, dass die wienerische Musizierkultur noch lang nicht ausgestorben ist“ (Die Presse).

Von Musikverein und Konzerthaus als Vertreter Österreichs für die internationale Konzertserie „Rising Stars“ nominiert, gastiert Emmanuel Tjeknavorian 2017/18 in führenden Konzerthäusern Europas und so auch im Musikverein – mit einem höchst anspruchsvollen Programm für Violine solo, das auch ein neues, für ihn geschriebenes Werk von Christoph Ehrenfellner enthält. Als Rising Star besucht er zudem eine Wiener Schule, um seine Begeisterung für klassische Musik mit Jugendlichen zu teilen. 

Montag, 26. Februar 2018, 20.00 Uhr Gläserner Saal / Magna Auditorium