Aus dem Abonnementprogramm 2021/22

Große Zyklen im Großen Saal

Meisterinterpreten

Die drei „Meisterinterpreten“-Zyklen des Musikvereins machen ihrem Namen wieder alle Ehre. Zu Gast sind internationale Meisterorchester wie die Berliner Philharmoniker, die Staatskapelle Berlin, die Tschechische Philharmonie, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Gewandhausorchester Leipzig, das City of Birmingham Symphony Orchestra, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom und aus Wien selbstverständlich die Philharmoniker und die Symphoniker. Zu den Meisterinterpreten am Pult zählen in dieser Saison Daniel Barenboim, Herbert Blomstedt, Semyon Bychkov, Mirga Gražinytė-Tyla, Riccardo Muti, Andris Nelsons, Andrés Orozco-Estrada, Sir Antonio Pappano, Kirill Petrenko und Sir Simon Rattle. Als Solistinnen und Solisten treten auf: Rudolf Buchbinder, Diana Damrau, Christian Gerhaher, Jonas Kaufmann, Sir András Schiff, Daniil Trifonov, Yuja Wang ... Meisterlich!

Joana Mallwitz
© Nikolaj Lund

Joana Mallwitz 

Die Grosse Symphonie A

Die Grosse Symphonie B

Die große Symphonie

„Die Große Symphonie“, der legendäre Musikvereinszyklus mit den Wiener Symphonikern, präsentiert Gipfelwerke des klassisch-romantischen Repertoires, darunter diesmal Bruckners „Siebte“ mit Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada, Tschaikowskijs „Pathétique“ mit Manfred Honeck und Brahms’ „Vierte“ mit Myung-Whun Chung. Ans Dirigentenpult kommen weitere hochgeschätzte Gäste wie Alain Altinoglu, Lahav Shani und Lorenzo Viotti. Joana Mallwitz dirigiert eines ihrer Porträt-Konzerte im Rahmen der „Großen Symphonie“. Spannendes, Abwechslungsreiches versprechen auch die Solistinnen und Solisten. Leonidas Kavakos spielt Tschaikowskijs Violinkonzert und Vilde Frang das von Alban Berg. Und mit viel Groove startet der Zyklus: Buchbinder spielt Gershwin.

Soirée Musicale

Ensemblekunst vom Feinsten bietet der Zyklus „Soirée musicale“. Und klar ist: Mozart ist das Maß aller Dinge, wenn es um diese Kunst geht. Die Wiener Philharmoniker und Daniel Barenboim zelebrieren sie in einem reinen Mozart-Programm. „Der Wiener Mozart 1785/86“, Musikvereins-Programmschwerpunkt mit Leif Ove Andsnes und dem Mahler Chamber Orchestra, ist Teil dieses Zyklus. Und auch sonst wird das Ensemblespiel hier in schönster Vielfalt aufgefächert: mit den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Kammerorchester Wien – Berlin und mit Christian Gerhaher, Porträt-Künstler der Musikvereinssaison 2021/22. Er eröffnet die „Soirée musicale“ mit vokaler Kammermusik.

Leif Ove Andsnes
© Gregor Hohenberg

Leif Ove Andsnes 

SOIRÉE MUSICALE

Stefan Gottfried
© Wolf v. Erlach

Stefan Gottfried 

Concentus Musicus

Concentus Musicus

Der Zyklus „Concentus Musicus“ ist die berühmteste Abonnementreihe für Alte Musik im Musikverein – singulär auch deshalb, weil sie mit Nikolaus Harnoncourt gegründet wurde. Harnoncourt, als Künstler bekanntlich „nicht engagierbar“, war nur im Musikverein bereit, eine eigene Abonnementserie zu gestalten. Den Stab gab er weiter. Heute leitet sein Meisterschüler Stefan Gottfried das Ensemble in seinem Sinn: neugierig, offen für Entdeckungen, die auch bei scheinbar bekannten Werken stets zu machen sind, und – wie Harnoncourt – mit viel Sinn fürs Musikalisch-Dramatische. Faszinierend theatralisch startet der Concentus-Musicus-Zyklus 2021/22 dann auch mit Purcells Semi-Opera „The Fairy Queen“.

Große Solisten

Im Zyklus „Große Solisten“ ist der Titel Programm: Daniel Barenboim eröffnet den Zyklus mit einem Abend seiner Gesamtaufführung der Beethoven-Klaviersonaten, Mitsuko Uchida kehrt mit Schumanns „Davidsbündlertänzen“ in den Musikverein zurück, und Sir András Schiff spielt, zum Abschluss eines umfassenden Künstler-Porträts, das ihm die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien widmet, Bachs „Wohltemperiertes Klavier (Teil II)“. Bach setzen auch die Pianisten Jewgenij Kissin und Igor Levit aufs Programm, Geigerin Janine Jansen spielt Sonaten von Schubert, Brahms und Beethoven, und Andreas Ottensamer, der Wiener Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker, verbindet Französisches mit Mendelssohn und Brahms. Kurz vor Weihnachten kommt auch die Musikvereinsorgel zur seltenen Ehre eines Soloabends: Die lettische Meisterorganistin Iveta Apkalna entlockt ihr in Werken von Bach und Liszt ihren prachtvollen Klang.

András Schiff
© Nicolas Brodard | EMI Records

András Schiff 

Grosse Solisten

Das goldene Musikvereinsabonnement

Die beiden „Goldenen Musikvereinsabonnements“ garantieren auch 2021/22 wieder internationalen Orchesterglanz – beginnend mit dem Saisoneröffnungskonzert, das die Wiener Philharmoniker unter Alain Altinoglu spielen. Konzerte, die zugleich Schwerpunkt-Projekten der Musikvereinssaison angehören, setzen den Reigen fort: Mirga Gražinytė-Tyla dirigiert am Pult ihres City of Birmingham Symphony Orchestra das Brahms-Requiem, Andris Nelsons am Pult seines Boston Symphony Orchestra Werke von Richard Strauss, Christian Gerhaher ist mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden und Christian Thielemann zu erleben, Leif Ove Andsnes musiziert 1785/86 in Wien entstandene Mozart-Werke mit dem Mahler Chamber Orchestra, und Daniel Barenboim stellt mit der Staatskapelle Berlin die Symphonien Nummer eins von Schumann und Brahms einander gegenüber.

Monatsmagazin Musikfreunde Juli / August 2021

„Pan erwacht. Der Sommer marschiert ein.“ Gustav Mahler hatte diesen Titel im Sinn, als er den ersten Satz seiner Dritten Symphonie komponierte. Und etwas von dieser Stimmung liegt jetzt in der Luft. Glücklicherweise. Der Sommer ist da. Und ein starkes Erwachen: Erleichterung, Lockerung und große Zuversicht nach den langen Lockdowns. Seit Mitte Mai dürfen wir im Musikverein wieder Konzerte vor Publikum spielen, seit Mitte Juni gibt es weitere Öffnungen, ab Juli dürften endlich wieder Konzerte vor vollem Haus möglich sein. Wir alle freuen uns sehr darauf. Und mit großer Freude blicken wir so auch auf die kommende Saison!

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