Neubeginn

Saisonstart 2020/21

Das Konzertleben im Musikverein blüht wieder auf, mit voller künstlerischer Kraft. 

Willkommen zurück im Musikverein! – Was nach der Sommerpause stets ganz selbstverständlich war, erhält nach dem Sommer 2020 einen ganz besonderen Klang. In den Willkommensgruß der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien zum Saisonstart 2020/21 mischen sich – wie allerorten – auch die Schwingungen der aktuellen Situation. Geänderte Voraussetzungen verlangen Änderungen auf allen Ebenen, doch Anpassung an die gegebenen Bedingungen eröffnet Möglichkeiten, die es zu nutzen gilt. Viele Fragezeichen, die sich noch bis in den Sommer hinein gehalten hatten, konnten nun doch aufgelöst werden. 

Die Saison darf im September wie geplant mit den Konzerten zweier internationaler Spitzenorchester beginnen: Die Sächsische Staatskapelle Dresden spielt zur Saisoneröffnung unter der Leitung ihres Ersten Gastdirigenten Myung-Whun Chung im Großen Musikvereinssaal Dvořáks Siebte Symphonie und Brahms’ Erstes Klavierkonzert mit Sir András Schiff am Soloinstrument. Ebenfalls anreisen können die Musikerinnen und Musiker des Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia aus Rom und ihr Chefdirigent Sir Antonio Pappano. Werke von Beethoven, Mendelssohn und Mozart sowie von Saint-Saëns und Bizet stehen auf den beiden Corona-bedingt geänderten Programmen.

Klangkörper von Weltklasse kommen freilich auch aus Wien selbst. Im Oktober spielen die Wiener Philharmoniker unter Herbert Blomstedt und Valery Gergiev, Andrés Orozco-Estrada feiert seinen Amtsantritt als Chefdirigent der Wiener Symphoniker mit Haydns „Schöpfung“ – einer Aufführung in etwas gekürzter Form und mit dem hauseigenen Chor, dem Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Auch im ersten Saisonkonzert des ORF RSO Wien steht mit Marin Alsop die Chefdirigentin selbst am Pult. Sie dirigiert die österreichische Erstaufführung von Henzes „Englischen Liebesliedern für Violoncello und Klavier“ mit dem herausragenden jungen Cellisten Narek Hakhnazaryan und Schumanns Vierte Symphonie.

Auf dem Gebiet des Originalklangs starten im Musikverein der Concentus Musicus Wien und das Orchester Wiener Akademie in die neue Saison, das Freiburger Barockorchester kehrt mit Geigerin Isabelle Faust in den Großen Musikvereinssaal zurück. Kammermusikalische sowie Literatur und Musik verbindende Abende sind etwa mit den Wiener Ensembles Altenberg Trio und Artis-Quartett zu erleben, mit dem Borodin-Quartett, mit Julian Rachlin und Denis Matsuev, mit Michael Köhlmeier und Martin Grubinger sowie mit Philipp Hochmair und dem Ensemble „Die Elektrohand Gottes“. Christiane Karg gibt einen Mahler-Liederabend, das Janoska Ensemble und das Black Page Orchestra schlagen ihre ganz spezifischen Töne an.

Neubeginn. Mit dem Saisonstart 2020/21 blüht das Konzertleben im Musikverein wieder auf.