So 18. Juni 2017

19:30 Großer Saal, Musikverein

Maurizio Pollini

Chopin • Debussy

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Programm

Frédéric Chopin Nocturne für Klavier cis-Moll, op. 27/1 Nocturne für Klavier Des-Dur, op. 27/2 Ballade für Klavier As-Dur, op. 47 Ballade für Klavier f-Moll, op. 52 Berceuse für Klavier Des-Dur, op. 57 Scherzo für Klavier h-Moll, op. 20 — Pause — Claude Debussy Préludes für Klavier - Band II

Zugaben

Claude Debussy La Cathédrale engloutie Frédéric Chopin Scherzo für Klavier cis-Moll, op. 39/3 Ballade für Klavier g-Moll, op. 23

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Unvergleichlich!

Lupu und Pollini im Vergleich

Ein Glück, dass man diesen Wiener Frühling Radu Lupu und Maurizio Pollini innerhalb dreier Wochen im Goldenen Saal hören darf. Das fordert zum Vergleich heraus. Aber kann und darf man ihn überhaupt anstellen? Und wenn ja: wie? Georg-Albrecht Eckle lässt sich auf das Wagnis ein.

„Durch Vergleichung“, sagte der große Heinrich Wölfflin, „lernen wir am meisten.“ Nun war dieser Wölfflin ein begnadeter Kunsthistoriker und Augenmensch … Musik vergleichen, so beliebt der Interpretationsvergeich immer wieder sein mag, hat jedoch kaum stabile Basis: Musik erklingt, indem sie verklingt – da gibt es kein Halten, und es dependiert doch alles, alles davon, wie wir je den „musikalischen Augenblick“ erfassen. Festhalten durch „Aufnahme“? Ja, gewiss, da sind wir technisch nunmehr ungemein avanciert – aber können wir den Moment wirklich festhalten, mit welchen Mitteln auch immer? Nein. Weil wir den Moment je subjektiv erleben und weil er unverwechselbar jedem Unvergleichliches bedeutet – je nach dem, wie er uns ergreift, wo und wie er uns trifft und ob wir überhaupt jene „Treffbaren“ sind, nach denen Brecht so dringend fragt.
Dieses Problem hat Radu Lupu für sich konsequent gelöst. Maurizio Pollini auch – nur anders. Völlig anders.

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