Do 13. Oktober 2022

19:30 Großer Saal, Musikverein

Krystian Zimerman • Marysia Nowak

Katarzyna Budnik • Yuya Okamoto | Johannes Brahms

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Kontrolle und Poesie

Krystian Zimerman spielt Kammermusik

Der Pianist Krystian Zimerman ist zweifellos eine einzigartige künstlerische Persönlichkeit. Im Oktober kommt er als Kammermusiker für zwei Klavierquartette von Johannes Brahms in den Musikverein.

Er nimmt eine absolute Sonderstellung innerhalb der Pianistenszene unserer Zeit ein, in der sich noch einige Ausläufer der großen traditionsbewussten Schulen erkennen lassen, während bei den Jüngeren im täglichen Wettbewerb um Aufmerksamkeit tendenziell jene am meisten auffallen, die sich am erfolgreichsten um Originalität bemühen. Das führt unweigerlich dazu, dass manche von ihnen umstritten sind.
Die Nennung des Namens von Krystian Zimerman hingegen ruft in der Regel einhellige Zustimmung hervor, wie es ansonsten nur noch selten der Fall ist. Der 1956 geborene Pianist konnte seit seinem Sieg beim Warschauer Chopin-Wettbewerb als jüngster Teilnehmer 1975 – also seit beinahe fünf Jahrzehnten – durchgehend diese unzweifelhafte Stellung behaupten.

Wie es dazu gekommen ist, lässt sich recht schlüssig nachvollziehen: Natürlich liegt es an seinen gar nicht so leicht genau zu erfassenden künstlerischen Qualitäten, seinem hohen Ethos. Es liegt an seinem unbedingten Anspruch, Interpretation nicht als subjektive Selbstverwirklichung zu verstehen, sondern als Durchdringung der Idee des Werkes selbst mit den bestmöglichen pianistischen Mitteln, die für ihn sehr weit reichen – nämlich bis hin zu akustischen und klavierbautechnischen Fragen.  Es hat jedoch auch mit einer freiwilligen, unmittelbar aus seinem Selbstanspruch resultierenden Beschränkung zu tun: Um die eigenen Qualitätskriterien erfüllen zu können, hat Zimerman meist nicht mehr als fünfzig Konzerte im Jahr gegeben, spielte diese sowie seine Studioaufnahmen erst nach langwieriger und umfangreicher Vorbereitung ein. Größtmögliche Klarheit und weitgehendste Kontrolle aller für ihn wichtiger Faktoren stehen dabei im Mittelpunkt. Und nicht zuletzt wird Zimerman in der Wahrnehmung von Publikum und Kritik zu Recht als geradezu monolithische Erscheinung wahrgenommen.

Seine einzigartige künstlerische Persönlichkeit konnte er jedoch in der Auseinandersetzung mit wichtigen Traditionslinien entwickeln. Einige davon kommen bei seinem Lehrer in Katowice, Andrzej Jasiński, zusammen. Später Professor in Stuttgart und gefragter Lehrer von Master-Classes, etwa beim Schleswig-Holstein Musik Festival, wurde dieser seinerseits bei Magda Tagliaferro in Paris ausgebildet, die eng mit der französischen Musikgeschichte rund um Maurice Ravel, Francis Poulenc, Darius Milhaud und vielen anderen verbunden war und unter anderem mit Pablo Casals konzertierte.
Auch für den Pianisten selbst brachte Paris eine prägende Phase, nachdem ihn kein Geringerer als Artur Rubinstein eingeladen hatte, dort mit ihm zu arbeiten. Außerdem traf er mit Claudio Arrau, Emil Gilels, Swjatoslaw Richter und Arturo Benedetti Michelangeli zusammen. Von jedem dieser ganz Großen dürfte er entscheidende Eindrücke erhalten haben, allerdings lässt sich gerade nicht behaupten, er habe vom einen oder anderen etwas Bestimmtes einfach so übernommen. Viel eher scheint er von der Summe dieser Erfahrungen insgesamt auszugehen, die ganze Differenzierungskunst dieser Meister miteinander verbinden zu wollen und minuziös auf das jeweilige Programm anzuwenden.

Im Konzertalltag führt ihn das zu enormem, zuweilen kaum zu bewältigendem Aufwand. Denn in seinem Gepäck befinden sich neben einem seiner eigenen Flügel gleich mehrere Klaviaturen, wobei das Instrument der jeweiligen Tournee je nach gespieltem Programm eigens ausgewählt und klaviertechnisch vorbereitet wird. Der Pianist selbst beschäftigt sich dafür stets persönlich genauestens mit Fragen des Klavierbaus, gegebenenfalls auch mit der Aufnahmetechnik, führte auch immer wieder akustische Messungen in den Konzertsälen durch, um das Ergebnis optional seinen Vorstellungen anzupassen – und es nicht selten anschließend wieder zu verwerfen.
So hat Pianistenexperte Gregor Willmes diesbezüglich von einer „fast schon selbstzerstörerischen Neigung zur Selbstkritik“ gesprochen, Zimerman zugleich auch – in Bezug auf seine Aufnahme der Liszt-Sonate – das „Paradox des streng kalkulierten Rausches“ bescheinigt. Und tatsächlich liegt in dieser Formulierung etwas Treffendes. Denn schon immer war sein Spiel ungemein präzise ausgefeilt und kontrolliert, doch zugleich gelang es ihm – und zwar über die Jahre mehr und mehr –, diese Genauigkeit mit spontan wirkender Emotionalität zu verbinden.

Es spricht sehr für dieses Ziel, dass Zimerman auch die Herausforderung der musikalischen Interaktion mit anderen Musikerinnen und Musikern sucht. Exemplarisch hat er seinen Ansatz bei seiner zweiten Aufnahme der beiden Klavierkonzerte von Frédéric Chopin gezeigt (nachdem er 1980 bereits eine Referenzaufnahme mit dem Los Angeles Philharmonic unter der Leitung von Carlo Maria Giulini vorgelegt hatte): Sein 1999 eigens gegründetes Polish Festival Orchestra leitete er dabei vom Flügel aus, um größtmögliche klangliche Homogenität zu erreichen.
Die Konzertmeisterin war damals Maria (Marysia) Nowak. Nun ist die Geigerin Teil jenes Ensembles, mit dem Zimerman gerade kammermusikalisch zusammenarbeitet. 2019 begann das Quartett, bei dem außerdem Bratschistin Katarzyna Budnik und Cellist Yuya Okamoto mitwirken, mit Tourneen in Italien und Japan, die Ergebnisse ihrer Arbeit zu präsentieren. Mit den Klavierquartetten Nr. 2 A-Dur, op. 26, und Nr. 3 c-Moll, op. 60, von Johannes Brahms sind sie nun im Großen Musikvereinssaal zu erleben.  „Ein Pianist, der Kammermusik spielt, nimmt für mich einen höheren Rang ein als jemand, der einfach nur Klavierkonzerte spielt“, sagte Krystian Zimerman in einem Interview mit Peter Blaha für das Brucknerhaus Linz, wo er vergangenes Jahr einen Soloabend gab: „Ich komme aus einer Kammermusik-Familie. Die ganze Kindheit haben wir zu Hause Kammermusik gespielt. Das war für mich die schönste Zeit des Lebens.“

Daniel Ender
Der Musikwissenschaftler und -journalist Dr. Daniel Ender verfasste Monographien über Richard Strauss und Beat Furrer sowie zahlreiche Aufsätze, lehrte an verschiedenen Universitäten und schreibt regelmäßig für den „Standard“ und die „Neue Zürcher Zeitung“. Seit 2015 arbeitet er für die Alban Berg Stiftung, seit 2018 als deren Generalsekretär.

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