So 04. Dezember 2022

19:30 Großer Saal, Musikverein

London Symphony Orchestra

Sir Simon Rattle | Sibelius • Bruckner

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Best of London

Sir Simon Rattle und das London Symphony Orchestra

Noch ist er Chefdirigent des London Symphony Orchestra – und wie! Sir Simon Rattle, ab Herbst 2023 neuer Chef beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, gastiert im Dezember mit dem LSO im Musikverein. Jessica Duchen, „Musikfreunde“-Autorin in London, zeigt, wie sehr man sich darauf freuen kann.

Wenn sich die BBC Promenade Concerts in der Londoner Royal Albert Hall Anfang September dem Ende zuneigen, tauschen sich die Fans des Festivals gern darüber aus, welche Proms ihnen am besten in Erinnerung geblieben sind. In diesem Jahr stach ein Abend heraus, der von vielen als eines der besten Proms-Konzerte bezeichnet wurde, die sie je besucht hätten: eine Aufführung von Mahlers Zweiter, der „Auferstehungssymphonie“, mit dem London Symphony Orchestra unter Sir Simon Rattle.

Die Proms 2022 waren die ersten, die nach 2019 wieder recht unbelastet von Covid-19-Beschränkungen ablaufen konnten. Dennoch waren die anhaltenden Auswirkungen der Pandemie nur allzu offensichtlich – und das nicht nur bei den Proms. Die Zuschauerzahlen für Live-Aufführungen und Kinovorstellungen waren geringer als üblich, manchmal um bis zu 20 Prozent reduziert. Auf der anderen Seite mussten die Manager von Konzert- und Opernhäusern häufig kurzfristig Künstler ersetzen, wenn diese an Corona erkrankten oder das anhaltende Chaos in der Reisebranche die Logistik erschwerte.

Aber Rattle und das LSO hatten bei Mahler alles: Herz, Seele, Inbrunst, Inspiration und ein riesiges Ensemble, das überzeugend als Einheit atmete. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt – er war schon lange im Voraus ausverkauft. Viele der Zuhörerinnen und Zuhörer waren zu Tränen gerührt. Das Konzert bewies zweifelsfrei, was dieses führende britische Orchester und sein Chefdirigent gemeinsam erreichen können. Die Gelegenheiten, sie so zu erleben, waren in den Jahren der Covid-Ära leider rar – und schon bald wird Rattle weiterziehen, um als Chefdirigent beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks die Position einzunehmen, die 2019 durch den Tod von Mariss Jansons vakant geworden ist. Rattles Mahler bei den Proms hat gezeigt, welchen Verlust London erleiden wird, wenn er geht.

Bei ihrem Winterbesuch im Musikverein spielen das LSO und Rattle zwei Programme, die ihr Bestes zeigen. Jedes Konzert gipfelt in einer großen, opulenten Symphonie – einmal von Rachmaninow, einmal von Bruckner –, die anderen Teile der Programme widmen sich der emotional komplexen und vielschichtigen Musik von Schumann und Sibelius. Das vorbildliche Ensemble kann da ganz sein Gespür für feine Balance, Details und musikalische Architektur unter Beweis stellen, die Solisten des Orchesters haben reichlich Gelegenheit zu glänzen – und Rattles charakteristischer, großherzig beseelter Romantizismus wird sicherlich das Allerbeste aus ihnen und der Musik herausholen.

In der Welt der Musik steht natürlich nichts still. Wenn sich die Umstände ändern, müssen sich die Interpreten und ihre Organisationen anpassen, oft sehr schnell, und das LSO bildet da keine Ausnahme. Als Rattle 2015 zum Chefdirigenten in London ernannt wurde, waren die Erwartungen für die kommenden Jahre ganz anders als das, was sich dann als Realität herausstellen sollte. Niemand hätte sich vorstellen können, dass diese Zeit den Brexit, eine globale Pandemie und den Einmarsch Russlands in der Ukraine mit sich bringen würde, um nur das Offensichtliche zu sagen.

Rattles Ankunft beim LSO schien eine Art nationaler Triumph zu sein. Hier war der führende britische Dirigent seiner Generation, der nach einer langen Zeit bei den mächtigen Berliner Philharmonikern in sein Heimatland zurückkehrte, um endlich ein Londoner Spitzenorchester zu leiten. Seine Anwesenheit versprach viel nach einer etwas turbulenten Zeit für das LSO unter der Leitung des schwer fassbaren Valery Gergiev – und dieses Gefühl der neuen Hoffnung verlangte sicherlich nach einem passenden Veranstaltungsort.

Tatsächlich wurde ein neuer Konzertsaal von Weltrang auf dem Gelände des im Barbican ansässigen Museum of London geplant: ein Zentrum für Musik, dessen idealistische, integrative Perspektive sich in der architektonischen Gestaltung widerspiegelt. Auch wenn diese Pläne nicht fester Bestandteil von Rattles Vereinbarung mit dem LSO waren, so war seine Frustration über die Begrenztheit der Barbican Hall, der Heimstätte des Orchesters, doch allgemein bekannt und durchaus berechtigt. Rattle war während seiner langen Amtszeit beim City of Birmingham Symphony Orchestra die treibende Kraft hinter dem Bau der Symphony Hall in Birmingham, die heute von vielen als der akustisch beste Konzertsaal im Vereinigten Königreich angesehen wird. In London gibt es nichts Vergleichbares.

Die durch das Brexit-Referendum im Jahr 2016 entstandene Unsicherheit brachte das Projekt und seine Finanzierung jedoch in Gefahr; im vergangenen Jahr trat der Geschäftsführer des Barbican, der an der Spitze der Bemühungen stand, nach 14 Jahren zurück. Jetzt sieht es ganz so aus, als hätte die Covid-19-Pandemie – mit all ihren gravierenden ökonomischen Folgen für die Kunstwelt – dem Projekt den Todesstoß versetzt.

Das LSO war das erste Orchester, das ich nach dieser langen und schmerzhaften Stille hören konnte. Gegen Ende des Jahres 2020 wurden die Lockdown-Regelungen im Vereinigten Königreich häufig und sehr kurzfristig geändert, und wie durch ein Wunder konnte die geplante Aufnahme der fünf Klavierkonzerte von Beethoven mit Krystian Zimerman als Solist und Rattle am Dirigentenpult stattfinden. Bei diesen drei Konzerten im LSO St Luke’s, dem Studio des Orchesters in einer umgebauten Kirche, war durchwegs ein kleines Publikum anwesend; ich hatte das Glück, dabei zu sein.

Nach Monaten ohne Live-Musik war es fast ein Schock, in die Herrlichkeit Beethovens einzutauchen, gespielt von diesen legendären Musikern unter nahezu unmöglichen Bedingungen. Das Orchester war „socially distanced“ platziert und saß über die gesamte Breite des Raumes verteilt, was die Koordination zu einer Herausforderung machte. Rattle bemerkte damals in einem Interview mit mir, dass es sich für ihn anfühlte, „als würde man Rauchzeichen über einen Berg senden“. Dennoch war spürbar, dass die Musiker jede einzelne Note als Kostbarkeit behandelten; diese Atmosphäre ist auf dem fertigen Album wunderbar festgehalten.

Nun neigt sich eine Ära dem Ende zu, die nie wirklich die Bedingungen vorfand, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Rattle wird im Jahr 2023 nach München gehen. Glücklicherweise bleibt er dem LSO als Conductor Emeritus auf Lebenszeit erhalten. Als sein bevorstehendes Ausscheiden im Jahr 2021 bekannt gegeben wurde, sagte er lediglich: „Ich bin begeistert, dass wir noch weit in die Zukunft hinein gemeinsam Musik machen werden.“

Das LSO agiert und reagiert weiterhin mit Bravour. Die Saison 2022/23 bietet eine hervorragende Besetzung mit internationalen Solisten und Dirigenten, neue Auftragswerke der britischen Komponisten Daniel Kidane und Louise Drewett sowie ein vielseitiges Repertoire von Johannes Brahms bis John Adams und von Karol Szymanowski bis Tōru Takemitsu. Die exemplarischen Aktivitäten des LSO im Education-Bereich werden in der 2019 gegründeten East London Academy fortgesetzt. Und im September 2023 wird ein neuer Chefdirigent sein Amt antreten: Sir Antonio Pappano, derzeit langjähriger und beliebter Musikdirektor des Royal Opera House in London. Auf ihn darf man sich freuen.

Das LSO ist mit seiner Flexibilität, Kreativität und Entschlossenheit in diesen schwierigen Jahren ein Leuchtturm der Hoffnung und Inspiration gewesen. In einem Großbritannien, das sich zunehmend bedrängt anfühlt, können wir uns glücklich schätzen, solch ein Orchester zu haben.

Jessica Duchen
Jessica Duchen, Musikpublizistin und Autorin in London, schreibt für die Tageszeitung „The Independent“. Sie veröffentlichte Bücher über Gabriel Fauré und Erich Wolfgang Korngold sowie eine Reihe von Romanen und Theaterstücken und war zuletzt Librettistin einer 2022 uraufgeführten Oper von Roxanna Panufnik.

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