So 04. Dezember 2022

11:00 Großer Saal, Musikverein

ORF RSO Wien

Marin Alsop | Barber • Rouse • Tower

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Programm

Ende ca.: 13:00

Zyklus

  • ORF RSO Wien / 2

  • Jeunesse Abo 12 Romantik

  • Jeunesse Abo 17 Meistersolist*innen

  • Jeunesse Abo 18 Faszination Musik

Veranstalter

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Jeunesse

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Im Dienst der Klarheit

Marin Alsop

In ihrem aktuellen Konzert mit dem RSO Wien präsentiert Marin Alsop ein rein amerikanisches Programm. Als kleines Schmuckstück funkelt darin die „Fanfare for the Uncommon Woman“, eine geistreiche, klangprächtige Replik auf ein populäres Werk von Aaron Copland; Komponistinnen-Ikone Joan Tower hat es der Dirigentin zugeeignet. Vorhang auf für eine ungewöhnliche Frau!

Seit drei Jahren ist Marin Alsop Chefdirigentin des RSO Wien. Im März wurde ihr Vertrag um weitere drei Jahre verlängert. Im August hat sie das Orchester erstmals zu den Londoner Proms geführt. Als einziges Kind eines renommierten Musiker-Ehepaars – Vater Lamar wirkte mehr als 30 Jahre lang als Konzertmeister des New York City Ballet, Mutter Ruth war Cellistin – wurde sie in New York geboren und fasste schon als Kind den Entschluss, Dirigentin zu werden. Dieser frühen Berufung ist sie konsequent und beharrlich gefolgt – in Zeiten, als Frauen in Orchestern noch nicht einmal mitspielen, geschweige denn solche leiten durften. Um diesem Umstand abzuhelfen, gründete sie 1984 kurzerhand ihr eigenes „Concordia Orchestra“. Die brillante junge Musikerin, die in Yale studiert hatte und als Geigerin an der Juilliard School ausgebildet war, gewann den Leopold-Stokowski-Wettbewerb und fand einen Mentor in Leonard Bernstein, den sie nach einem Kurs in Tanglewood in der Arbeit begleiten durfte.

Den steinigen Weg an die Spitze musste sie freilich selbst bewältigen. Erst 2002, da war sie bereits Mitte vierzig, bekam sie in Bournemouth ihre erste Chefposition. In Amerika war das Klima offenbar noch rauer. Als sie 2007 eine Berufung nach Baltimore erhielt, schlug ihr im Vorfeld die geballte Ablehnung des Orchesters entgegen. Sie hat sich nicht nur behauptet, sondern konnte mit den Musikern eine erfolgreiche Partnerschaft über 14 Jahre etablieren. 2012 übernahm sie zusätzlich die Leitung des São Paulo Symphony Orchestra, ehe man sie im Wiener Funkhaus mit offenen Armen empfing, quasi als Wunschkandidatin des RSO, das zu ihrer Bestellung die Initiative ergriffen hatte. „Es war wirklich sehr schön, wie ich hier aufgenommen wurde“, erinnert sie sich, „es war eine sehr offene, herzliche Atmosphäre. Aber ob ich die Wunschkandidatin war … so was weiß man nie.“ Alsop lächelt verschmitzt. Was ist ihre Methode, ein Orchester von ihrer künstlerischen Auffassung zu überzeugen? „Es kommt darauf an, für jedes Stück die richtige Motivation und die passende Geschichte zu finden“, sagt sie. „Ich lasse nicht einfach spielen, ich insistiere durchaus auf bestimmten Dingen, als Anwältin der Komponisten. Da bin ich hartnäckig. Und zugleich bin ich effizient. Ich glaube, das schätzen die Musiker.“

Äußerlich fällt auf, dass Marin Alsop immer einen Taktstock benutzt – aus Überzeugung, wie sie betont. „Ich finde, dass das für die Musiker mehr Fokus bringt. Vielleicht ändere ich meine Meinung irgendwann, aber für mich ist es kein Symbol der Macht, sondern ein Werkzeug im Dienst der Klarheit.“

Parallel zu ihrer künstlerischen Arbeit setzt sich Marin Alsop tatkräftig für die Förderung von Frauen ein. Zu diesem Zweck hat sie 2002 die „Taki Alsop Conducting Fellowship“ ins Leben gerufen, benannt nach dem japanischen Modeschöpfer Tomio Taki, der bereits die Gründung ihres „Concordia Orchestra“ finanziell unterstützt hatte. „Ich hatte in meinen Zwanzigern eine Swingband namens String Fever“, erzählt Alsop, „wir haben bei seiner Hochzeit gespielt, so haben wir uns kennen gelernt.“ Nun kann sie seit zwanzig Jahren Stipendien an begabte Nachwuchsmusikerinnen vergeben. Und ihre eigene Funktion als Role Model kann insgesamt nicht hoch genug eingeschätzt werden. Als künstlerische Leiterin des traditionsreichen Ravinia Festival, das vom Chicago Symphony Orchestra bestritten wird, hat sie letzten Sommer eine Initiative unter dem Motto „Breaking Barriers“ gesetzt. „Anlass war der 100. Geburtstag von Margaret Hillis, die 1957 den Chicago Symphony Chorus gegründet hat und die als erste Frau auch das Chicago Symphony Orchestra dirigierte“, erläutert Alsop. „So hatten wir die Idee, Frauen von heute und Frauen von gestern und vielleicht auch von morgen zu würdigen. Auf Basis einer wunderbaren Recherche wurden in Ravinia mehr als 100 Frauenporträts affichiert, bekannte und unbekannte, und ich habe 14 von meinen Taki-Stipendiatinnen zum Festival eingeladen. Drei von ihnen haben mit mir gemeinsam ein neues Werk von Michael Daugherty im Konzert dirigiert – vermutlich ein historischer Präzedenzfall –, und wir hatten Seminare, Symposien und Gespräche; es war ein schönes Gemeinschaftserlebnis, und es hat auf jeden Fall Aufmerksamkeit geweckt für den Mangel an Diversität, den wir immer noch haben.“

Die „New York Times“ hat Marin Alsop in einem großen Porträt als Wegbereiterin bezeichnet. Auf Zuschreibungen dieser Art reagiert sie eher reserviert. „Man stellt sich ja nicht eines Tages hin und beschließt, Wegbereiterin oder Role-Model zu werden. Das geschieht einfach. Als ich mich zehn Jahre nach meinem eigenen Start umschaute und es waren immer noch nicht mehr Frauen im Beruf, dachte ich: Wenn ich nichts tue, wer sonst tut etwas? Wir haben ja auch eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.“

Sind die Studentinnen inzwischen selbstbewusster und mehr fokussiert auf ihre Ziele, jetzt, wo allmählich doch Frauen in Spitzenpositionen erscheinen? „Sie sehen immerhin, dass dieses Leben möglich ist, was früher nicht der Fall war. Langfristig müssen wir natürlich wachsam sein, denn die Geschichte lehrt uns, dass Frauen zwar immer wieder Fortschritte machen, dann aber immer wieder abgehängt werden. Frauenrechte gelten einfach nicht gleich viel, das ist wirklich entmutigend.“

Marin Alsop hat seit Beginn ihrer Tätigkeit beim RSO zwar eine Wohnung in Wien, doch ihr Lebensmittelpunkt ist weiterhin in Baltimore, wo ihre Familie zu Hause ist: ihre Frau Kristin Jurkscheit, ursprünglich Hornistin, seit 2020 Managerin der Taki Fellowship, und Auden, der gemeinsame Sohn. „Wir sind seit 30 Jahren zusammen“, erzählt Alsop über ihre Partnerschaft, „aber geheiratet haben wir erst während der Corona-Pandemie, weil wir bezüglich der politischen Tendenzen in Amerika besorgt waren. Das war eine lustige Party auf unserer Veranda, mitten im Winter.“

Was ihren Sohn betrifft, muss sich Alsop wohl damit abfinden, dass aus ihm kein Musiker wird. Was sind seine Pläne? „Ach, welcher 19-Jährige weiß das schon“, seufzt sie. „Er hat ausgezeichnet Geige gespielt, und unser Deal war, dass er das wenigstens bis zum Schulabschluss fortsetzt. Leider hat er sich dann entschieden, damit aufzuhören. Er studiert jetzt Englisch in Berkeley, macht Popmusik und schreibt gern Gedichte … Wer weiß, was sich daraus entwickelt.“

Alsops Beziehung zu Wien reicht in ihre Jugend zurück. „Mit zwölf war ich zum ersten Mal hier, mit einem A-cappella-Chor, wir haben in verschiedenen Kirchen gesungen.“ Danach kehrte sie allerdings erst als Dirigentin in den späten 1990ern zurück. Dass sie nun auch im Musikverein tätig ist, wo ihr Mentor Leonard Bernstein Musikgeschichte geschrieben hat, erfüllt sie mit Freude und Respekt. „Meine Beziehung zu diesem Haus ist natürlich nicht ganz so eng wie seine, niemand würde mir einen Aschenbecher hinterhertragen, wie das bei ihm der Fall war – wobei ich auch längst zu rauchen aufgehört habe“, scherzt sie. „Aber es ist schon eine sehr emotionale Situation, an demselben Platz zu stehen, wo er alle Mahler-Symphonien aufgenommen hat.“

Zu ihren liebsten Erinnerungen an Bernstein gehört ein Abend in Japan. „Wir waren übernächtig und sprachen über eine Schumann-Symphonie, und ich sang eine kleine Passage und sagte: Klingt das nicht wie dieser Beatles-Song … und er ging zum Klavier und spielte vielleicht drei Stunden lang sämtliche Beatles-Songs für mich, wusste alle Texte, fantastisch! – Die Beatles waren für mich in meiner Jugend auch ein sehr starker Einfluss.“

Das ist wiederum charakteristisch für die amerikanische Musik: dass sie die strikte Trennung zwischen „E“ und „U“ verweigert. „Die E-Fraktion in Europa wird mir manchmal zu fundamentalistisch“, merkt Alsop kritisch an, und verweist auf ihr aktuelles Musikvereinsprogramm. „Ich glaube, diese Musik hat generell einen rhythmischen Drive, eine emotionale Intensität und eine Direktheit – wie die Menschen in Amerika: What you see is what you get. Und oft ist auch ein guter Schuss Humor dabei.“

Monika Mertl
Prof. Monika Mertl, Kulturpublizistin in Wien, ist Autorin der Biographien von Nikolaus Harnoncourt (Vom Denken des Herzens) und Michael Heltau (Auf Stichwort).

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