Do 09. Juni 2022

20:00 Metallener Saal, Musikverein

Simeon Goshev

Liszt • Schumann • Brahms

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Simeon Goshev

Der junge bulgarische Pianist Simeon Goshev, der u.a. bei Stefan Vladar, Oleg Maisenberg und Lilya Zilberstein studierte und 2019 den renommierten Bösendorfer-Wettbewerb gewann, hat Wien zu seiner Wahlheimat erkoren. Mit einem durch und durch romantischen Programm, in dem die Tonarten D-Dur und d-Moll eine wichtige Rolle spielen, beteiligt er sich am Musikverein Festival A!.
Zu Beginn erklingen Robert Schumanns späte „Gesänge der Frühe“, fünf schlichte, melancholische Stücke, die sich an unterschiedlichen Formen des Gesangs orientieren und dabei auf jeden pianistischen Effekt verzichten. 
In der von ihm herausgegebenen „Neuen Zeitschrift für Musik“ hat Schumann den jungen Johannes Brahms überschwänglich gelobt und ihm damit Tür und Tor geöffnet. Von Brahms‘ vier Balladen, op. 10 war Schumann wegen ihrer düsteren, nordischen Klangwelt tief betroffen. Die Inspiration für die erste Ballade lieferte die schottische Ballade „Edward“ aus Herders „Stimmen der Völker“ das zu Brahms‘ Lieblingsbüchern zählte. 
Literarisch inspiriert ist auch Franz Liszts einsätzige Sonate „Après une lecture du Dante“ aus dem zweiten Teil seiner Sammlung „Années de pèlerinage". Sie schildert das Inferno, wie es Dante in seiner „Göttlichen Komödie“ darstellt, die Qual der Verdammten und – als Kontrast dazu – die Liebesepisode der Francesca da Rimini. Im Grunde handelt es sich bei diesem Werk um eine symphonische Dichtung für Klavier, das stark orchestrale Züge aufweist. Auch die drei Sonette nach Petrarca, ursprünglich für Gesangsstimme mit Klavierbegleitung entstanden, gehören der Sammlung „Années de pèlerinage“ an.