Fr 12. November 2021

19:30 Großer Saal, Musikverein

Staatskapelle Berlin

Daniel Barenboim | Schumann • Brahms

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Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

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Staatskapelle Berlin

„Was hat Brahms in Schumann entdeckt?“ Die Frage ging so an Daniel Barenboim, gestellt in einem Interview zur Musikvereinssaison 2021/22, für die Barenboim mit der Staatskapelle Berlin einen Schwerpunkt mit den Symphonien von Brahms und Schumann gestaltet. Was also konnte Brahms in Schumann entdecken? „Ich glaube“, so Daniel Barenboim, „die Freiheit: Freiheit der melodischen Linien, das Rubato, die Freiheit der Harmonie …“ Diese Freiheit ist besonders zu spüren, wenn Brahms’ Zweite auf dem Programm steht.

Clara Schumann konnte es nur bestätigen: „… die befreiten Herzen machten sich Luft in ganz unbeschreiblichem Enthusiasmus. Ich habe einen solchen Jubel bei einer Orchestercomposition selten erlebt“, schrieb sie an Johannes Brahms, nachdem sie die Zweite Symphonie ihres Freundes gehört hatte. Ein halbes Jahr zuvor, am 30. Dezember 1877, war der Große Musikvereinssaal in Wien Schauplatz der glanzvollen Premiere gewesen. Und so ist der geschichtsträchtige Raum einmal mehr der ideale Ort, diese Symphonie zu erleben, Brahms’ Zweite mit ihrem herzenshellen D-Dur. Barenboim paart sie mit Schumanns Zweiter, die gute dreißig Jahre früher entstand. Deren C-Dur ist freilich dunklen Lebensphasen abgerungen – Schumann selbst bekannte es. Reizvoll bleibt so das Gegensätzliche im Verbindenden. Daniel Barenboim hat sein Gastspiel mit der Staatskapelle entsprechend programmiert. „So“, sagt er, „passen sie besonders gut zueinander …“

Lesen Sie auch den Artikel „Ich lebe in Ihrer Musik“ aus unserem Musikfreunde Magazin.