Do 13. Jänner 2022

19:30 Brahms-Saal, Musikverein

Sir András Schiff • Robert Holl

Schubertiade

Login

weiter

Passwort vergessen?

Login

 

Bitte melden Sie sich an, um fortzusetzen. Wenn Sie noch nicht auf www.musikverein.at registriert sind, wählen Sie bitte "Neu registrieren".

Registrieren: Schritt 1/3

Geben Sie zuerst Ihre E-Mail Adresse an. Ihre E-Mail Adresse ist Ihr Benutzername.

weiter

Registrieren: Schritt 2/3

Geben Sie nun ein Passwort ein.


{{Data.Email}}


weiter

{{Data.Email}}

Geben Sie nun Ihre weiteren Daten bekannt.
Legen Sie zuerst fest, ob es sich bei dieser Registrierung um eine Privat- oder Firmenkonto handelt. Die mit einem * markierten Felder müssen ausgefüllt werden.


Person
   


Daten unwiderruflich löschen

Wollen Sie, dass Ihre Daten unwiderruflich aus unserer Datenbank gelöscht werden?


NEIN JA

Firma

Um Karten für diese Veranstaltung kaufen zu können, müssen Sie zuerst eine Mitgliedschaft in den Warenkorb legen.

Danach können Sie Karten für die gewünschte Veranstaltung kaufen.

Ihr Mitgliedschaftsstatus

Sie haben zur Zeit keine Mitgliedschaft für die Saison 2021/22 angemeldet.
Bestehende Mitgliedschaften der Saison 2020/21 sind noch bis 30. Juni 2021 gültig.

Reservierte Mitgliedschaft

Klicken Sie auf "Mitgliedschaft verlängern", um die Mitgliedschaft zu Ihrem Warenkorb hinzuzufügen. Sollten Sie in der kommenden Saison keine Mitgliedschaft wünschen, so klicken Sie auf "nicht verlängern".


Mitgliedschaften

Als Mitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien haben Sie folgende Vorteile*:
  • 10% Ermäßigung auf Abonnements (bis zu 2 Abos pro Zyklus)
  • Kartenvorverkaufsrecht bei allen Gesellschaftskonzerten ab zwei Monate vor Veranstaltungsbeginn (Allgemeiner Vorverkauf: 1 Woche später)
  • monatliche Zusendung der Zeitschrift "Musikfreunde" sowie aller anderen erscheinenden Programme (Festivals, Festwochenkonzerte, etc.)
  • Jährlich ein Geschenk, welches an der Konzertkassa abgeholt werden kann
  • Zusendung des Abonnementprogramms für die kommende Saison jeweils im April

*Diese Vorteile gelten für alle Mitgliedschaften ausgenommen Club 20. Alle Informationen zum Club20 finden Sie hier.

Die Mitgliedschaft wurde Ihrem Warenkorb hinzugefügt!
Diese Mitgliedschaft gilt bis 30. Juni 2022.

Mitgliedschaft
{{Cart.Membership.Name}}

Preis
{{(Cart.Membership.Price | numeraljs : '$ 0,0.00').replaceAll(' ','.').replaceAll('$.','$ ').replaceAll('€.','€ ')}}

Diese Mitgliedschaft aus dem Warenkorb entfernen

Eine oder mehrere Karten Ihres Warenkorbes benötigen diese Mitgliedschaft.


Ich beantrage eine Mitgliedschaft.
Diese Mitgliedschaft gilt ab sofort und für die Saison 2021/22, bis 30. Juni 2022.

Mitgliedschaft
{{membership.Name}}

Preis
{{(membership.Price | numeraljs : '$ 0,0.00').replaceAll(' ','.').replaceAll('$.','$ ').replaceAll('€.','€ ')}}

Um diese Mitgliedschaft buchen zu können, müssen Sie uns Ihr Geburtsdatum bekannt geben:


Mitgliedschaften

Bitte kaufen Sie eine Mitgliedschaft in einem separaten Kaufvorgang!

Schnellbuchung

Bei der Schnellbuchung wird die gewünschte Anzahl an Karten der gewählten Kategorie für Sie in den Warenkorb gelegt.

Den Grundriss des Saalplans können Sie in einem neuen Fenster laden:


Saalplan |


Wenn Sie Ihre Karten gewählt haben und auf die Schaltfläche "IN DEN WARENKORB" klicken, werden diese Plätze 15 Minuten für Sie reserviert. Schließen Sie Ihren Einkauf bitte innerhalb dieser Zeit ab.

Preise und Kategorien werden geladen, bitte warten ...

{{T("Shoppingcart.Error|Message")}}

Kategorien neu laden

Kategorie Preis Anzahl:
{{cat.Id}}
Stehplatz
{{cat.NormalPrice | numeraljs : '$ 0.00'}} ausverkauft

IN DEN WARENKORB

Preise und Kategorien werden geladen, bitte warten ...

{{T("Shoppingcart.Error|Message")}}

Kategorien neu laden

Leider sind die Rollstuhlplätze für dieses Konzert ausverkauft!

Kategorie Preis Anzahl:
{{cat.NormalPrice | numeraljs : '$ 0.00'}} ausverkauft

IN DEN WARENKORB

Im 3D-Saalplan buchen

Um Ihre Karten direkt im Saalbild zu wählen klicken Sie bitte zunächst auf "TICKETS IM SAALBILD WÄHLEN". Der 3D-Saalplan öffnet sich in einem neuen Fenster. Dort können Sie sich nun zuerst für einen Sektor und danach für einen oder mehrere Sitzplätze entscheiden.

Wenn Sie Ihre Karten gewählt haben werden diese Plätze 15 Minuten für Sie reserviert. Schließen Sie Ihren Einkauf bitte innerhalb dieser Zeit ab.

PLÄTZE IM SAALPLAN WÄHLEN


Interpreten

Programm

Ende ca.: 22:00

Zyklus

Veranstalter

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Service

auf facebook teilen

per WhatsApp senden

auf Twitter empfehlen

per E-Mail weiterempfehlen

Buffet-Reservierung bei Gerstner
(Derzeit leider nicht möglich)


In Kalender übernehmen

Programm drucken

Bemerkungen

An Stelle von Brita Bürgschwendtner übernimmt Zsolt Fejérvári den Kontrabasspart in dem Konzert.

 

Wahlverwandtschaften

Sir András Schiff im Porträt

Die Gesellschaft der Musikfreunde widmet Sir András Schiff ein umfassendes Porträt. Acht Konzerte zeigen den Künstler in den unterschiedlichsten Facetten seines Wirkens: im Jänner 2022, gemeinsam mit Robert Holl, als leidenschaftlichen Schubert-Liebhaber und Liedpianisten. Im Gespräch mit Musikvereins-Intendant Dr. Stephan Pauly spricht András Schiff über seine Programmwahl und die Möglichkeiten, die ihm die Musikvereinsresidenz bietet.

Lieber András, wir freuen uns enorm über deine Residenz im Musikverein mit acht Konzerten. Nach dem ersten Konzert, das du mit deiner Cappella Andrea Barca und Werken von Mozart und Schubert gegeben hast, steht nun, im zweiten der Reihe, das Lied im Zentrum. Es wird einen großen Abend geben: zusammen mit Robert Holl, mit jungen Sängerinnen und Sängern, mit einem Instrumentalensemble. Wie wichtig ist für dich Liedbegleitung, und ist „Begleitung“ eigentlich das richtige Wort?Begleitung ist ein Schimpfwort, das darf man nicht sagen … Man darf es natürlich, aber wenn ich das höre, denke ich, man wird von der Polizei „begleitet“. Nein, das ist eine Partnerschaft zwischen Singstimme und Klavier. Niemand ist wichtiger als der andere. Eine Partnerschaft, ja! Von Kindheit an hatte ich das Glück, mit György Kurtág studiert zu haben. Ich war 14 Jahre alt, und Professor Kurtág gab mir Schubert-Lieder zu lernen. Da musste ich singen und spielen und mich begleiten. Das war eine wunderbare Erfahrung. Auch die Literatur spielt eine große Rolle, die Poesie, diese wunderschönen Gedichte. Da konnte ich Gott sei Dank schon Deutsch. Diese Liedliteratur bedeutet für mich an allererster Stelle Franz Schubert und dann natürlich Schumann und Brahms und Hugo Wolf und alle … Diese Literatur deutscher Lieder, das ist eine großartige Tradition.

Schubert saß beim Vortrag seiner Lieder ja oft genug selbst am Klavier. Merkt man das eigentlich pianistisch?
Absolut. Schubert war nicht ein Klaviervirtuose wie Beethoven oder Mozart, aber laut Zeitgenossen hat er wunderschön mit sehr, sehr schönem Anschlag und sehr, sehr sensibel Klavier gespielt. Das hätte ich irrsinnig gerne gehört. Ja, das ist eine ganz eigene Klaviersprache. Das sehen wir auch in seinen Impromptus und in den Klaviersonaten. Sie sind oft wie Lieder ohne Worte. Schubert hat eine ganz transparente, durchsichtige Art, für das Klavier zu schreiben. Das ist nie so vollgriffig wie Beethoven, sondern ganz feinsinnig und immer transparent.

Dieser Abend ist gemeinsam mit Robert Holl entwickelt worden. Was verbindet euch beide?
Große Beziehung, große Freundschaft, Wahlverwandtschaft, Seelenverwandtschaft – vor allem die Liebe zu Schubert. Wir trafen uns bei der Schubertiade, damals noch in Hohenems, und wir wurden sofort Freunde und haben sehr viel zusammen musiziert, vor allem Schubert. Ich kenne wenige Leute, die Schubert’sche Musik so lieben und verstehen wie Robert. Er hat auch eine sehr tiefe Kenntnis der Literatur. Er kennt diese Dichter in- und auswendig.

Wenn man auf die Gattung des Liedes schaut, wird man feststellen müssen, dass in den zurückliegenden Jahren das Publikum an vielen Orten – nicht an allen – kleiner geworden ist. Woran könnte das deiner Meinung nach liegen? Ist symphonisches Repertoire „leichter“ zu hören? Ist es ein Problem des Hörens?Symphonisches Repertoire ist leichter zu hören, es ist spektakulärer, aber ich würde alles tun für zwei Gattungen, die für mich wichtigsten: die Streichquartette und die Lieder. Die sind intim, man braucht die passenden Räume, nicht zu groß, aber das habt ihr in Wien … Ich möchte jetzt nicht so dumm nostalgisch klingen …, aber als wir damals in Hohenems mit Robert Holl „Die Bürgschaft“ aufgeführt haben, die Schiller-Ballade in der Schubert-Vertonung, da saß da noch ein Publikum, von denen jeder diese Ballade auswendig kannte – das ist keine Kleinigkeit. Das ist eine Bildungsfrage und eine Erziehungsfrage. Ich glaube, in Zukunft müssen wir, sowohl Veranstalter als auch Interpreten, mehr für die Erziehung tun und vielleicht ein bisschen erklären. Ich mache es jetzt auch sehr gerne in meinen Klavierabenden. Ich spreche zum Publikum, und das kommt sehr gut an.

Die Förderung von jungen Künstlerinnen und Künstlern, Pianistinnen und Pianisten ist dir ein großes Anliegen, das Unterrichten zum Beispiel. Im Rahmen deiner Residenz gibt es auch ein Projekt in diesem Zusammenhang: „Building Bridges“. Was ist die Idee dahinter – und wie hast du die beteiligten jungen Pianistinnen ausgesucht?
Ja, das stimmt. Das Pädagogische spielt eine immer wichtigere Rolle in meinem Leben. Ich habe jetzt auch meine eigene Klasse in Berlin an der Barenboim-Said-Akademie, und das interessiert mich sehr – unterrichten und auch die Förderung von jüngeren Musikern und Künstlern. Es gibt so viele Wettbewerbe, und das ist für mich wie eine Hölle. Musik ist ja kein Sport! Das kann man nicht vergleichen, das ist irrsinnig subjektiv. Was dem einen gefällt, das gefällt dem anderen nicht. Es gibt natürlich gewisse objektive Kriterien: Wer spielt schneller, wer spielt lauter? Und wer macht wenige oder keine Fehler? Das sind die objektiven Kriterien. Für mich ist das ekelhaft und hat mit Kunst nichts zu tun. Entscheidend in der Kunst sind die nicht messbaren Elemente. Die kommen zu kurz in den Wettbewerben. Ich möchte den Jugendlichen und Jungen helfen, damit sie keine Wettbewerbe machen müssen. Das Ziel ist, dass sie Konzertmöglichkeiten haben.

Das heißt, deine alternative Idee der Förderung ist Ausbildung, Unterricht, Dialog, aber eben auch: Du lädst drei Pianistinnen und Pianisten ein und stellst sie vor und gibst ihnen somit ein Forum.
Es kommen sehr viele Junge zu mir, wo auch immer ich bin, und sie wollen mir etwas vorspielen. Ich sage sehr selten Nein. Wenn ich ein bisschen Zeit habe, höre ich sie mir an. Man muss aber Dutzende oder Hunderte von ihnen anhören, dass man wirklich drei findet, drei pro Jahr, die dann für mein Gefühl interessant sind und etwas zu sagen haben. Es gibt keine Pflichtstücke. Die Klavierliteratur ist groß, und niemand kann – inklusive mir – alles gleich gut spielen. Wir müssen wählerisch sein. Ein Programm ist wie eine Visitenkarte.

Ich freue mich enorm auf den Abend, weil das ja auch ein Zeichen ist: dass in deiner Residenz drei junge Pianistinnen eine Möglichkeit zum Auftritt haben. Vielleicht nochmals in deine Biographie zurückgefragt – ich weiß nicht, ob man das so fragen kann: War es früher einfacher, ein junger Künstler zu sein und seinen Weg zu finden in die Welt der klassischen Musik als Beruf?
Fragen kann man. Ja und nein … Vieles war damals viel schwerer. Für mich persönlich in Ungarn aufzuwachsen, das war wunderbar. Eine bessere musikalische Ausbildung hätte ich nicht haben können. Dann nach Westeuropa zu kommen war irrsinnig schwierig. Das war ein Privileg. Man musste eine Einladung haben, um eine Erlaubnis zu bekommen. Also, das war nicht so wie heute. Es passiert mir sehr oft – und ich bin ziemlich entsetzt darüber: Ich spiele einen Klavierabend in London oder in Wien, und dann kommen so junge Pianisten, klopfen mir auf die Schulter und sagen „und übrigens, hier ist meine neue CD von den Goldberg-Variationen“ … Wir hätten uns das nie getraut. Wenn ich in einem Konzert von Richter oder Rubinstein war – ich hätte nie daran gedacht, in die Nähe zu kommen. Ich hatte auch keine CD. Wir waren viel bescheidener. In diesem Sinne war es damals schwerer. Allerdings ist es für die heutigen auch sehr schwer, weil es sehr viele von ihnen sind. Vorne oder oben ist immer Platz, an die Spitze kann man schon kommen. Aber in der Mitte ist sehr viel Verkehr. Das Problem ist, dass jeder von diesen jungen Instrumentalisten … sie denken, dass sie etwas Besonderes sind. Das müssen aber die anderen von einem denken.

Vielleicht auch hier nochmal vereinfacht gefragt: Was ist dein wichtigster Rat, den du jungen Pianistinnen und Pianisten mit auf den Weg geben kannst?
Also Bescheidenheit ist ein guter Ratschlag. Andererseits: Selbstbewusstsein ist auch wichtig. Wenn du ach so bescheiden bist, dann kannst du niemals auf die Bühne kommen. Ich habe ein gewisses Selbstbewusstsein, aber ich bin auch jetzt noch nervös vor jedem Konzert. Das ist das Jetzt und Hier und Nie-Wieder. Das ist, was zählt – und wir sind keine Maschinen. Aber Bescheidenheit, eine echte, ganz intensive Liebe für die Musik … das klingt selbstverständlich, aber das ist nicht immer da: Das ist kein Beruf, das ist keine Karriere, das ist eine Berufung, sie muss da sein und ein Glücksgefühl, dass wir das machen dürfen … und sehr viel Disziplin. Begabung ist das Wichtigste, aber das genügt alleine nicht.

Vielleicht zum Schluss noch ein Blick auf alle deine Konzerte in deiner Residenz. Sie werden stattfinden im Großen Saal des Musikvereins und im Brahms-Saal. Wie würdest du die beiden Säle beschreiben und wahrnehmen?
Ohne Wien und ohne den Musikverein wäre das Leben eines Musikers sehr armselig. Wien ist sehr privilegiert mit solchen Sälen. Der Goldene Saal ist ein Traum. Da kommt man rein … man versteht das Wunder dieses Saals, wenn das Publikum kommt. Es hat fast keinen Sinn, dort im leeren Saal zu proben, denn „oh, hier ist sehr viel Nachhall“, und dann kommt das Publikum – und plötzlich ist alles perfekt. Der Saal spielt mit. Er ist wie ein Instrument. Das Gleiche im Brahms-Saal. Das ist auch für Kammermusik, für Streichquartett, für Lieder ganz ideal und sehr, sehr atmosphärisch.

Wir freuen uns enorm auf die kommenden Konzerte deines Porträts in der Saison 2021/22! Vielen Dank, dass du diese Konzerte mit uns geplant hast, und vielen Dank für das schöne Gespräch.

Das Gespräch führte Intendant Dr. Stephan Pauly.

Artikel als PDF