Mi 09. März 2022

20:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Cornelius Obonya • Samira Spiegel

Der Fall Glasenapp

Für Mitglieder startet der Vorverkauf um 9.00 Uhr am 10.01.2022

Der allgemeine Vorverkaufsbeginn ist um 9.00 Uhr am 17.01.2022

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Programm

Ende ca.: 22:00

Zyklus

Veranstalter

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

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Bemerkungen

Anschließend: Auf ein Glas mit Cornelius Obonya.

 

"Der Fall Glasenapp"

1942 veröffentlichte Stefan Heym in New York unter dem Titel „Hostages“ (deutsch: „Der Fall Glasenapp“) seinen ersten Roman, der auf Anhieb zum Bestseller avancierte. Stefan Heym wurde 1913 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Chemnitz geboren wurde. Sein richtiger Name lautete Helmut Flieg, doch hatte er, der sich selbst als „kritischer Marxist“ sah, aus Rücksicht auf seine Familie das Pseudonym Stefan Heym angenommen. Nach dem Reichstagsbrand 1933 floh er vor den Nazis in die Tschechoslowakei, zwei Jahre später gelang ihm über Paris die Flucht in die USA.
Seine persönlichen Erfahrungen als Jude in Deutschland flossen in den Roman „Der Fall Glasenapp“ mit ein. Eindringlich schildert er die Repressalien der deutschen Besatzer gegen die Prager Bevölkerung. Nachdem ein Wehrmachtsoffizier bei einem Cafébesuch in Prag verschwunden war, werden alle Tschechen, die sich im selben Café aufhielten, willkürlich als Geisel festgenommen. Auch als sich herausstellt, dass der Wehrmachtsoffizier, Leutnant Glasenapp, wegen einer unglücklichen Liebesgeschichte Selbstmord verübt hat, kommen die Geisel nicht frei. Vielmehr benutzt die Gestapo sie dazu, den Mythos des tapferen deutschen Soldaten, der heimtückisch von tschechischen Widerstandskämpfern ermordet wurde, zu nähren, um so die eingeschüchterte Bevölkerung zu veranlassen, mögliche und tatsächliche Widerstandskämpfer zu denunzieren.
Eine biographisch vergleichbare Odyssee prägte auch das Leben von Bohuslav Martinů. So wie Stefan Heym verschlug es ihn auf der Flucht vor den Nationalsozialisten über Paris in die USA. Obwohl beide die amerikanische Staatbürgerschaft erhielten, kehrten sie nach dem Krieg nach Europa zurück, Stefan Heym in die damalige DDR, und Martinů in die Schweiz. 
In allen Lebensphasen lang schrieb Martinů Werke für Klavier solo. Eine Auswahl davon spielt die junge Pianistin Samira Spiegel, deren noch junge Karriere von zahlreichen Förderprogrammen begleitet und mit Erfolgen bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet wurde.