Fr 11. März 2022

20:00 Metallener Saal, Musikverein

Selini Quartet • Artel Quartet

Klein • Weber • Ullmann

Für Mitglieder startet der Vorverkauf um 9.00 Uhr am 11.01.2022

Der allgemeine Vorverkaufsbeginn ist um 9.00 Uhr am 18.01.2022

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Ende ca.: 22:00

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Selini Quartet

Im Konzentrationslager Theresienstadt, tschechisch Terezín, 60 km nördlich von Prag gelegen, das von den Nationalsozialisten als „Vorzeigelager“ missbraucht wurde, waren zahlreiche Künstlerinnen und Künstler interniert. Bis Herbst 1944 wurde hier komponiert und konzertiert, gedichtet, geprobt und aufgeführt. Damit war es am 16. Oktober vorbei. An diesem Tag wurde die jüdische Kulturelite Europas von Theresienstadt nach Ausschwitz deportiert und dort ermordet. In diesem sogenannten Künstlertransport befanden sich die Komponisten Hans Krása, Gideon Klein, Viktor Ullmann, Pavel Haas, der Dirigent Rafael Schächter, der Schriftsteller Peter Kien und viele andere. Alle Werke dieses Programms sind in Theresienstadt entstanden. 

1943 schrieb Viktor Ullmann sein 3. Streichquartett. Seinem Charakter nach ist es „wienerisch“, zugleich aber erfüllt von lyrischer Schwermut.  mit wienerischem Charakter und zugleich einer lyrischen Schwermut. Hans Krása war in Theresienstadt Leiter der Musiksektion in der „Freizeitgestaltung” der Häftlinge – ein Teil der von den Deutschen gewährten „Selbstverwaltung”. Für die Konzerte in diesem Rahmen schrieb Krása im Sommer 1944 seine Passacaglia und Tanz – zwei Monate vor seiner Deportation nach Auschwitz. 
Gideon Klein beendete sein Streichtrio, in dem er mährische Volkslieder aufgriff, am 7. 10. 1944 - neun Tage vor seinem Abtransport nach Auschwitz. Von Auschwitz wurde er in das Außenlager Fürstengrube deportiert, wo er in den Kohlegruben unter ungeklärten Umständen ums Leben kam. 
Die tschechoslowakische jüdische Schriftstellerin Ilse Weber arbeitete in Theresienstadt in der Kinderkrankenstube. Freiwillig begleitete sie diese Kinder begleitete sie freiwillig bei der Deportation nach Auschwitz. Das von ihr komponierte Schlaflied soll sie für ihren Sohn und die anderen Kinder auf dem Weg in die Gaskammer gesungen haben.