Sa 17. Oktober 2020

11:00 Großer Saal, Musikverein

Wiener Symphoniker

Andrés Orozco-Estrada | Joseph Haydn

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Konzertreihe

Ausserordentliches Gesellschaftskonzert

 

Veranstalter

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Service

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Bemerkungen

Keine Pause.

 

"Mich interessiert die Conditio humana"

Andrés Orozco-Estrada

Sein Debüt im Großen Musikvereinssaal  gab er 2003, als er, gerade einmal 25, zum Abschluss seines Studiums an der Musikuniversität Wien das ORF RSO Wien dirigierte. Jetzt ist Andrés Orozco-Estrada 42 und neuer Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Damit ist der Kolumbianer endgültig in seiner musikalischen Heimat angekommen. Dass er dies im Musikverein mit Haydns "Schöpfung" feiern möchte, ist durchaus ein Bekenntnis. 

Was die Arbeit mit Orchestern betrifft, ist er mittlerweile mit allen Wassern gewaschen. Als Erstes hatte ihn das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich zu seinem Chef gekürt. In der Folge machte er international Karriere, übernahm zuletzt gleichzeitig das Houston Symphony Orchestra in Texas und das hr-Sinfonieorchester in Frankfurt. „Ich bin für große Herausforderungen“, postuliert Orozco-Estrada, und es klingt aus seinem Mund kein bisschen überheblich. Den Spagat zwischen der Neuen und der Alten Welt erlebte er als Intensivlehrgang in Sachen Orchestermentalität: „Es war eine interessante Entdeckung, wie sehr der Umgang mit Autorität kulturell und historisch geprägt ist. In Amerika habe ich das Gefühl, dass man der Autorität folgt, ohne viel zu hinterfragen. Die Musiker sind technisch sehr gut vorbereitet, man kann eigene Ideen direkt und schnell vermitteln, das wird alles sehr effizient gemacht, man ist schnell am Ziel. In Deutschland wird vieles hinterfragt, da werden Erklärungen gewünscht, daraus ergibt sich ein ganz anderer Prozess.“ 

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