Abgesagt

Di 26. Jänner 2021

18:00 Brahms-Saal, Musikverein

Altenberg Trio

William Coleman | Beethoven • Brahms


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Bemerkungen

Aufgrund der Verordnung der österreichischen Bundesregierung betreffend die Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) wurde diese Veranstaltung ersatzlos abgesagt.

 

Trio und Quartett

(K)ein Bruderzwist im Haus der Kammermusik  

Die Klaviertrios Ludwig van Beethovens sind im Jännerprogramm des Musikvereins prominent vertreten: an zwei Abenden im Großen Musikvereinssaal mit Daniel Barenboim (Klavier), seinem Sohn Michael (Violine) und Kian Soltani (Violoncello). Auch das Altenberg Trio, im Musikverein von Haus aus Repräsentant des Genres, spielt in seinem Zyklus Beethoven-Trios. Welchen Stellenwert, fragt Claus-Christian Schuster am Beispiel Beethovens, nimmt eigentlich das Klaviertrio gegenüber dem Streichquartett ein? Zwei Königsdisziplinen im Vergleich.

Wenn alles nach Plan läuft, wird den Musikfreunden in Wien an drei Abenden im Jänner (am 11., 12. und 26.) wieder einmal Gelegenheit geboten werden, alle acht von Beethoven selbst für die Veröffentlichung bestimmten Originalwerke für die „klassische“ Triobesetzung live zu hören; und, wer weiß, vielleicht haben die Künstler ja sogar geplant, als Zugabe auch eines der posthum herausgegebenen Werke, einen Satz aus dem zu Recht so beliebten „Gassenhauer-Trio“ oder etwa eine der vom Komponisten selbst herrührenden Bearbeitungen für Klaviertrio zum Besten zu geben. Jedenfalls besteht die Chance, einen synoptischen Eindruck von Beethovens Beschäftigung mit diesem Genre zu gewinnen, das seit mehr als zweieinhalb Jahrhunderten beanspruchen darf, nach dem Streichquartett – und in gehörigem Respektabstand zu diesem – die zweite Königsdisziplin der Kammermusik zu sein.

Klassischer Kanon, klassische Trias

Dass diesem Jahresregenten des soeben zu Ende gegangenen AD MMXX – den nur der Ausbruch einer kryptischen Krankheit vor einer überbordenden Feier seines 250. Geburtstages bewahrt hat – in der Geschichte der Kammermusik, dieses nobelsten und kunstvollsten Bezirks im Imperium Sanctæ Cæciliæ, eine Schlüssel- und Sonderstellung zukommt, haben auch die rabiatesten unter Beethovens (inzwischen schon längst verstummten) Gegnern und Kritikern niemals bestritten. Mit wenigen Ausnahmen ist alles, was Beethoven an Kammermusik geschaffen und einer Veröffentlichung für würdig befunden hat, inzwischen zum geheiligten Grundbestand des „klassischen Kanons“ geworden.  Und wer vom „klassischen Kanon“ spricht, fühlt sich auch gleich aufgefordert, einen vergleichenden Blick auf das kammermusikalische Schaffen von Haydn und Mozart zu werfen...

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