Mi 02. Juni 2021

20:00 Metallener Saal, Musikverein

whir II

Melissa Coleman • Maria Gstättner | Britschgi • Panzl • Siewert

Ersatztermin für den 11. Dez 2020

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Bemerkungen

Keine Pause.
Nachholtermin vom 11. Dezember2020.

 

whir II

Ein genreübergreifendes Musikalisches Werk, inspiriert von wahren Begebenheiten ist „Indigo“. Ein Taifun schlägt mit aller Wucht gegen die Küste von Paxos und Antipaxos südlich von Korfu, Griechenland, nachts von 7. auf 8. August 2015 und katapultiert einen 14 Meter langen Katamaran namens INDIGO mit 3 befreundeten Familien an Bord in Seenot. Eine unsichtbare, übermächtige Hand greift von tief unten im Meer und wirbelt die stille Wasseroberfläche auf. Indigo hebt sich über den Meeresspiegel und senkt sich wieder in einem ächzenden, turbulenten Rhythmus. Eine unerbittliche symphonische Klangkulisse von Wind und Wellen. Ein wildes Schaukeln, Reiben und Quetschen von Kunststoff gegen die Granitfelsen folgt. Es dauert fast 4 Stunden bis Rettung eintrifft. In der absoluten Dunkelheit breitet sich ein bodenloses Gefühl von Hilflosigkeit aus. Das Werk Indigo ist der Autorität der Natur und den daraus resultierenden menschlichen Emotionen in Extremsituationen gewidmet. Eine Musikalische Bildsprache zwischen Elektronischen Klängen, Komposition und Improvisation schildert die Turbulenzen. Jedes einzelne Instrument übernimmt symbolisch die Reaktion der Betroffenen an Bord.

MERISHA - in der Hyle sind wir eins, Verlustängste der besonderen Art vertont Maria Gstättner. Zwillinge sieht man im Ultraschall bei ungefähr einer von vierzig Schwangerschaften im ersten Schwangerschaftsdrittel. Da aber einer der Feten häufig nicht überlebt, endet letztlich nur eine von ungefähr 80 Zwillingsschwangerschaften in einer Zwillingsgeburt. Viele Menschen haben so schon sehr früh ein Geschwisterchen verloren. Ein großer Teil der Betroffenen weiß gar nie etwas davon. Trotzdem können diese Menschen Verlustängste, Sehnsüchte etc. haben, die vordergründig nicht erklärbar sind. Musik lässt einen atmosphärischen Raum entstehen, indem Unverwortbares hörbar und spürbar wird. Das Werk Merisah ist der Versuch einer Verbindung von Welten, da und dort. In sieben Teilen ohne Pause entstehen durch die Musik emotionale Qualitäten, die als Berührungen, Gedanken und Dank hin zur Anderswelt verstanden werden können. Komposition wird von Improvisationen getragen, analoge Instrumente verbinden sich mit elektronischen Klängen und beats.