Mo 19. Oktober 2020

20:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Corinna Harfouch • Hideyo Harada

O Asia, das Echo von dir

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Programm

O Asia, das Echo von dir Eine Wort-Musik-Collage zu Friedrich Hölderlin und Ludwig van Beethoven Ludwig van Beethoven Ouvertüre zur Ballettmusik „Die Geschöpfe des Prometheus“, op. 43 Platon Auszug aus dem Dialog „Protagoras“: Der Feuerbringer Prometheus Sophokles Auszug aus dem zweitem Akt der Tragödie „Antigone“ in der Übersetzung von Friedrich Hölderlin: Chor der thebanischen Alten Ludwig van Beethoven Fünfzehn Variationen Es-Dur, op. 35 „Eroica-Variationen“ - Introdzione col Basso del Tema - A due - A quattro - Tema Hideyo Harada Musikalische Collage zu Beethovens „Eroica-Variationen“, der „Marseillaise“ und dem „Dies irae“ Friedrich Hölderlin Elegie „Brot und Wein“ Ludwig van Beethoven Sonate für Klavier A-Dur, op. 2/2 - 2. Satz (Largo appassionato) Friedrich Hölderlin Auszug aus dem vorletzten Kapitel des Romans „Hyperion“ Ludwig van Beethoven Sonate für Klavier D-Dur, op. 10/3 - 2. Satz (Largo e mesto) Friedrich Hölderlin Am Quell der Donau (Hymne) Ludwig van Beethoven Sonate für Klavier E-Dur, op. 109 - 3. Satz (Thema und Variationen) Friedrich Hölderlin Wie wenn am Feiertage (Hymne) Ludwig van Beethoven Sonate für Klavier d-Moll, op. 31/2, „Der Sturm” - 1. Satz (Largo - Allegro) Friedrich Hölderlin Gedichte aus der Turmzeit: Das Angenehme dieser Welt Zeitgeist Freundschaft Höhere Menschheit Ludwig van Beethoven Thema aus den Variationen über „Mich fliehen alle Freuden” aus Giovanni Paisiellos Oper „Die Müllerin“, WoO 70 Friedrich Hölderlin Gedicht aus der Turmzeit: Wenn aus der Ferne, da wir geschieden sind Ludwig van Beethoven Sonate für Klavier As-Dur, op. 110 - 3. Satz (Adagio ma non troppo - Arioso dolente. Fuga. Allegro ma non troppo)

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O Asia, das Echo von dir

2020 – ein Jahr der großen Jubiläen. Kaum könnten mehr Gedenktage großer Persönlichkeiten in einem Jahr zusammenfallen. Doch lohnt sich auf zwei unter ihnen ein besonderer Blick. Ludwig van Beethoven und Friedrich Hölderlin. 1770 sind sie beide geboren. Die Kunstwelt feiert 2020 ihren 250. Geburtstag. Es kann kein Zufall sein, dass Beethoven und Hölderlin das Geburtsjahr teilen. Beide haben sie Werke von eruptiver Kraft geschaffen, haben Grenzen überwunden und Konventionen gesprengt. Hölderlins ekstatische Lyrik und Beethovens subjektive Klangsprache waren in der Lage, die Zeitgenossen zu verstören.

Corinna Harfouch, mehrfach ausgezeichnete Theater- und Filmschauspielerin, zuletzt in „Lara“ für den Deutschen Filmpreis nominiert, und Hideyo Harada, die für ihre Einspielungen ebenfalls mit Preisen bedachte Pianistin, haben sich das Doppeljubiläum zum Anlass genommen, den Gemeinsamkeiten der beiden Giganten sowie deren unentdeckten Seiten nachzuspüren. Eine Text-Collage aus Briefen und Tagebuchaufzeichnungen Beethovens, Gedichten und Selbstzeugnissen Hölderlins sowie Auszügen aus dessen Roman „Hyperion“ trifft auf musikalische Werke der mittleren und späten Schaffensperiode des Komponisten. Eng verknüpfen sich dabei Wort und Musik, gehen ineinander über und auseinander hervor. Auch darstellerische Momente werden miteinbezogen, um ein lebendiges Bild zweier überragender Künstler lebendig werden zu lassen.