Abgesagt

Mi 27. Jänner 2021

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Symphoniker

Adam Fischer | Gustav Mahler


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Bemerkungen

Aufgrund der Verordnung der österreichischen Bundesregierung betreffend die Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) wurde diese Veranstaltung ersatzlos abgesagt.

 

„Mahlers Neunte macht aus jedem einen anderen Menschen“

Adam Fischer

Mahlers Neunte Symphonie begleitet ihn schon seit seiner Studienzeit und bringt ihn immer wieder an seine emotionalen Grenzen. Wenn Adam Fischer sie erstmals im Großen Musikvereinssaal interpretiert, ist die Herausforderung besonders spürbar. „Das ist etwas ganz Entscheidendes für mich“, sagt Fischer im Interview mit Judith Hecht.

Wann haben Sie sich das erste Mal mit der Neunten Symphonie von Gustav Mahler befasst?
Während meiner Studienzeit habe ich mich intensiv mit der Musik Mahlers auseinandergesetzt, auch mit der Neunten. Das erste Mal dirigiert habe ich sie aber erst mit 40 Jahren in Kassel.

Wie haben Sie dieses Werk damals erlebt, und wie erleben Sie es heute?
Sehr unterschiedlich, denn ich habe in der Zwischenzeit so viele Erfahrungen gemacht. In diesem Stück geht es um Todesangst und das Zittern vor dem Unbekannten. Im Verlauf des ersten Satzes gibt es diese drei dramatischen Höhepunkte, die wie Herzinfarkte wirken. Die habe ich, als ich die Neunte Symphonie erstmals dirigierte, viel stärker erlebt als mit zwanzig. Und heute als 70-Jähriger ist es noch einmal anders.

Für viele gewinnt der Tod mit der Geburt der eigenen Kinder an Bedeutung. War das auch bei Ihnen so?

Sicherlich. Mit der Geburt der Kinder wird einem vor Augen geführt, dass das Leben endlich ist und deshalb neues Leben anfangen muss. Der Preis für Kinder ist die eigene Endlichkeit. Das weiß man natürlich auch vorher, aber vielleicht spürt man das nicht so deutlich, bis man sein eigenes Kind in Händen hält. 

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