Fr 11. Dezember 2020

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Philharmoniker

Zubin Mehta | Webern • Strauss

Abgesagt


Programm

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Bemerkungen

Aufgrund der Verordnung der österreichischen Bundesregierung betreffend die Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) wurde diese Veranstaltung ersatzlos abgesagt.

 

In Klängen schweben

Zubin Mehta

Es ist eine der schönsten Nachrichten dieses Herbstes: Im Dezember ist Zubin Mehta zurück im Großen Musikvereinssaal. Mit den Wiener Philharmonikern und der finnischen Sopranistin Camilla Nylund gestaltet er einen Abend, der ganz im Zeichen von Anton Webern und Richard Strauss steht. Margot Weber traf den Maestro für ein Gespräch in Mailand an.

Wer hat schon damit gerechnet, dass Zubin Mehta in diesem Jahr eine fünfmonatige Auszeit haben würde? Er selbst mit Sicherheit am wenigsten. Da hatte er vor zwei Jahren einen Nierentumor überlebt – „ein Wunder“, so die Ärzte damals – und konnte infolgedessen damals acht Monate lang nicht am Pult stehen. Auch eine Tournee mit seinen geliebten Wiener Philharmonikern fiel deshalb aus. „Aber da war ich krank“, erzählt er, inzwischen wieder genesen. „In den vergangenen Monaten war ich gesund. Und habe trotzdem nicht dirigieren können.“ Er, der leidenschaftliche Workaholic. Bis heute hat der 84-Jährige ein mehr als einschüchterndes Arbeitsethos. Seine Tage verbringt er – seit mehr als sechs Jahrzehnten, elf Monate im Jahr – immer gleich: mit dem Lesen von Partituren, mit Vormittagsproben, dem Lesen von Partituren, schließlich mit Abendproben oder Vorstellungen. Dann, nach ein paar Tagen oder Wochen, steht eine Reise in eine andere Stadt an – und dort beginnt alles wieder von vorn. Aber natürlich will er es genau so. Eigentlich hatte das Jahr 2020 für ihn ziemlich erfreulich angefangen: Mehta verbrachte die Monate Jänner und Februar in Berlin, stand in der Staatsoper Unter den Linden bei einer „Rosenkavalier“-Neuinszenierung André Hellers am Pult. Doch dann kam Corona. Und was dann im Frühjahr nicht mehr kam, waren: ein neuer „Otello“ in Florenz. Ein „Fidelio“ in Florenz. Ein neuer „Maskenball“ in Mailand. Ein „Falstaff“ an der Wiener Staatsoper. Alles abgesagt. Als die Opernhäuser und Philharmonien schlossen, flog Zubin Mehta zurück in die Staaten und verbrachte,  gemeinsam mit seiner Frau Nancy, die folgenden fünf Monate in seinem Haus in Los Angeles. 

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