Abgesagt

Mi 13. Mai 2020

19:30 Großer Saal, Musikverein

Denis Matsuev

Tschaikowskij • Liszt • Strawinsky

Service

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Bemerkungen

Aufgrund der Verordnung des Magistrats der Stadt Wien betreffend die Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) wurde diese Veranstaltung ersatzlos abgesagt.

Due to the Ordinance of the Municipal Administration of Vienna regarding the measures to be taken to prevent the spread of the corona virus (SARS-CoV-2) this event had to be canceled.

 

Der besondere Swing 

Denis Matsuev 

Er spielt rund 250 Konzerte pro Jahr, organisiert Festivals und Wettbewerbe, sorgt sich sehr aktiv um den musikalischen Nachwuchs, ist begeisterter Fußballer und glühender Patriot in allen Lebensbereichen: Denis Leonidowitsch Matsuev, einer der ganz Großen unter den heutigen russischen Pianisten. 

Der freundliche Hüne aus Sibirien sprudelt nur so vor Begeisterung, wenn er über all das erzählt, was er liebt und wofür er lebt. Wie schafft er das alles? „Natürlich habe ich sehr viele Funktionen und Aktivitäten, aber am allerwichtigsten sind mir meine Auftritte auf dem Podium. Alles andere mache ich sehr gern, denn ich liebe es, wenn mein Terminkalender ‚kocht‘. Denn es ist mir ständig bewusst, dass eine Tätigkeit die andere ergänzt. Ich fühle mich bei diesem Zeitplan sehr wohl. Und meine Konzerte geben mir eine enorme Menge Kraft zurück. Das ist so eine Art Selbstaufladen, ein Energieschub von dem Augenblick an, wo ich vor dem Publikum auftrete: Das ist für mich der glücklichste Moment des Tages. Das war schon so, als ich noch klein war, in Irkutsk. Jedes Mal, wenn ich auftrete, erweckt das ungeheure Kräfte in mir, es ermüdet mich nicht, ganz im Gegenteil.“ 

Talenteschmied und Mittelstürmer 

Angefangen hat für ihn alles dank einer Institution, die den Sechsjährigen seinerzeit aus dem fernen Sibirien nach Moskau einlud. Heute steht er dem Fonds „Neue Namen“ (Novye Imena) als Präsident vor. „Dieser Fonds ist meine ‚zweite‘ Familie. Jedes Jahr reisen wir mit der Direktorin Olga Nikolayevna Tomina in die Regionen, unsere besten Konservatoriumsprofessoren geben Meisterklassen, und unsere ‚Familie‘ agiert als Sponsor. Da kommt jetzt eine Generation einmalig begabter Kinder. Zum Großteil stammen sie aus ganz kleinen Städten, sogar aus Dörfern, oft aus nicht musikalischen Familien. Die Frage ist nicht, woher sie kommen. Ich glaube, es gibt bei den Russen ein geheimes kulturelles Gen, das völlig unabhängig ist und sich aus der Tiefe heraus durchsetzt. Die Aufgabe unseres Fonds ist, diese Sechs- und Siebenjährigen zu finden, ihnen zu helfen, große, wahre Musiker zu werden. Das Wort Wunderkind ist sehr gefährlich, da kann man viel verderben...

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