Mo 18. November 2019

20:00 Metallener Saal, Musikverein

Carolina Eyck

Elegies for Theremin and Voice

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Programm

Elegies for Theremin and Voice CD-Release-Konzert Carolina Eyck Uncle Absence Remembrance Ocean — Pause — Carolina Eyck Eternity Fairies And after the sun went down there was silence For Anne Commemoration

Zugabe

Carolina Eyck Improvisation

Service

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Aus der Luft geholt 

Carolina Eyck und das Geheimnis des Theremin

Es ist das einzige Instrument, das ohne Berührung gespielt wird. Und doch kann es, von magischer Hand, berührende Musik hervorbringen – besonders dann, wenn es von Carolina Eyck gespielt wird. Sie ist die Meisterin des Theremin. 

Klangen so die Sirenen? Jene bärtigen Mischwesen der griechischen Mythologie, die – halb Frau, halb Vogel – mit ihren verführerischen Stimmen, auf ihrer Insel hockend, Seemänner anlockten und in den Tod rissen? Ja, sie könnten so geklungen haben: wie das Theremin, mit seinem säuselnden, melancholischen Gesang, seinen schimmernden Klangfarben und seinem merkwürdigen Ausdruckscharakter. Nicht so ganz von dieser Welt, manchmal fragil, unheimlich, geisterhaft. Eine Mischung aus menschlicher Stimme, Streichinstrument und Weltraumraunen. Mysteriös, befremdlich und doch irgendwie vertraut.

Töne für die Gänsehaut 
Das Theremin ist eines der ersten elektronischen Instrumente der Musikgeschichte. 1919 hat es der russische Physiker Lew Termen erfunden, der sich später, in den USA, Leon Theremin nannte (und dann spurlos verschwand, weil er für längere Zeit in die Fänge des KGB geriet). In den 1950er-Jahren entdeckte der US-Amerikaner Robert Moog das Theremin für sich, tüftelte daran in seiner Garage, entwickelte es weiter. In den Sechzigerjahren kam es im experimentellen Pop zum Einsatz. Moog kreierte aus dem Theremin bald die ersten Synthesizer, die wiederum das Theremin aus dem Pop verdrängten, weil sie klanglich vielseitiger waren. Moog gilt heute als Sound-Revolutionär, ohne ihn würde die Popmusik anders klingen. Er könnte aber auch „Mister Theremin“ heißen – wäre das Nischeninstrument populärer geworden. 

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