Do 30. Jänner 2020

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Symphoniker

Enrique Mazzola | Mendelssohn • Dvořák

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Rezensionen

Donnerstag, 30. Jänner 2020 | Wiener Zeitung / Hirschmann, Katharina

Kussmund fürs Orchester

Der italienische Dirigent Enrique Mazzola hat sich am Opernpult bereits einen Namen gemacht.

Doch immer wieder streut er nebenbei Symphonisches ein und zeigt, dass ihm auch das am Herzen liegt. Felix Mendelssohn Bartholdys Ouvertüre "Die Hebriden" steht klangschön und dynamisch gut austariert zu Beginn.

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Klavierfeuerwerk

Eigentlich befand er sich ja auf Hochzeitsreise. Doch gänzlich lassen konnte Felix Mendelssohn Bartholdy das Komponieren in jenem Sommer 1837 freilich nicht. Sein junges Eheglück mit Cécile Jeanrenaud und das Rheinland wirkten inspirierend. Anfang August war das Zweite Klavierkonzert in d-Moll, op. 40, vollendet. 

Die Uraufführung in Birmingham nur wenige Wochen darauf mit dem Komponisten selbst am Soloinstrument wurde zum überwältigenden Erfolg. Robert Schumann nannte das Werk eines der „flüchtigsten Erzeugnisse“ seines Kollegen: „Es ist als wenn man an einem Baum schüttelt, die reife, süße Frucht fällt ohne weiteres herab.“ Und Mendelssohn selbst? „Das letzte Stück macht soviel Effekt als Klavierfeuerwerk, daß ich oft lachen muss und Cécile es nicht oft genug hören kann.“ Im Großen Musikvereinssaal ist dieses Feuerwerk nun wieder zu hören. Jasminka Stančul spielt den Solopart, Enrique Mazzola dirigiert die Wiener Symphoniker.