Fr 17. Jänner 2020

20:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Frolova • Lissy • Hajek

Gheorghiu • Somodari • Moser | Ludwig van Beethoven

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Beethoven auf Seitenwegen 

Musikalische Schätze aus dem Musikvereinsarchiv 

Im Jahr 2020 stehen die Konzerte des Zyklus „Nun klingen sie wieder“ ganz im Zeichen Ludwig van Beethovens. Ans Licht geholt werden musikalische Raritäten, die den Blick auf den Jahresregenten schärfen und die ebenso zu den hauseigenen Beständen zählen wie die Instrumente, auf denen sie interpretiert werden. Daniel Ender hat Archivdirektor Otto Biba dazu befragt.

Auf einmaliger historischer Grundlage – was die reichen Bestände der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien betrifft, aber auch das schier unerschöpfliche detailreiche Wissen, über das Archivdirektor Prof. Otto Biba verfügt – lädt „Nun klingen sie wieder“ unter dem Motto „Beethoven auf Seitenwegen“ zum Jänner-Termin. Nicht weniger als siebzehn Mal hat die Gesellschaft der Musikfreunde unter dem Titel „Nun klingen sie wieder“ seit 2003 jeweils vierteilige Konzertreihen rund um die historischen Instrumente aus den hauseigenen Sammlungen veranstaltet. Seit dieser Saison ist aus der Reihe ein eigener Zyklus entstanden, den ein Abend im Gläsernen Saal mit bekannten Werken des Jahresregenten 2020 in ungewöhnlichem Klanggewand flankiert. Im März folgt mit einem Abend „Beethoven auf dem Hammerflügel“ ein weiterer Termin für den Wahlwiener aus Bonn.  

Herr Prof. Biba, Ludwig van Beethovens Name wird 2020 im Zuge seines 250. Geburtstags in der Musikwelt in aller Munde sein ...  

Als Privatmann habe ich ein bisschen meine Probleme mit Jubiläumsjahren. Das ist keine Kritik. Ich finde es schon wichtig, noch einmal zu schauen, wie Beethoven – den ich in manchem etwas anders sehe, als es in den meisten Büchern erzählt wird – im Jahr 2020 in maßgeblichen Interpretationen gespielt wird. Leopold von Ranke hat gesagt, dass sich jede Generation ihre Geschichte schreiben muss, und so muss sich auch jede Generation ihre eigenen musikalischen Interpretationen schaffen. Für uns heute ist es ganz witzig, sich die maßgeblichen Interpretationen des Bach-Jahrs 1950 oder des Mozart-Jahrs 1956 anzuhören. Vielleicht wird man auch über uns Heutige einmal lächeln.  

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