Ersatztermin für den 27. Apr 2020

So 04. Oktober 2020

20:00 Großer Saal, Musikverein

Cecilia Bartoli

Les Musiciens du Prince - Monaco | Farinelli und seine Zeit

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Programm

Farinelli und seine Zeit Georg Friedrich Händel Sinfonia (Ouvertüre zum 1. Akt) aus der Oper „Rinaldo“, HWV 7a Nicola Porpora Lontan dal solo e caro... Lusingato dalla speme. Rezitativ und Arie des Aci aus der Oper „Polifemo“ Georg Friedrich Händel „Entrée des songes funestes“ aus „Ariodante“, HWV 33 Lascia la spina. Arie des Piacere aus dem Oratorium „Il Trionfo del Tempo e del Disinganno”, HWV 46a Johann Adolf Hasse Sinfonia aus „Marc’ Antonio e Cleopatra“ Georg Friedrich Händel Sinfonia „Il Parnasso“ aus der Oper „Giulio Cesare in Egitto”, HWV 17 V’adoro pupille. Arie der Cleopatra aus der Oper „Giulio Cesare in Egitto“, HWV 17 Georg Philipp Telemann Concerto per Trompa in Re maggiore (D-Dur), TWV 51:D7 Georg Friedrich Händel Mi deride - Desterò dall’empia Dite. Rezitativ und Arie der Melissa aus der Oper „Amadigi di Gaula“, HWV 11 Antonio Vivaldi Sol da te mio dolce amore. Arie des Ruggiero aus der Oper„Orlando furioso”, RV 728 Georg Friedrich Händel Suite di danze aus der Oper „Ariodante“, HWV 33 Augelletti, che cantate. Arie der Almirena aus der Oper „Rinaldo“, HWV 7a What passion cannot Music raise and quell! Arie aus „Ode for St. Cecilia’s Day“, HWV 76

Zugaben

Georg Friedrich Händel Dopo notte. Arie des Ariodante aus der gleichnamigen Oper E.A. Mario Santa Lucia luntana Agostino Steffani A facile vittoria. Arie des Sigardo aus „Tassilone” Nicola Porpora Nobil onda. Arie der Adelaide aus der gleichnamigen Oper

Konzertreihe

Ausserordentliches Gesellschaftskonzert

 

Veranstalter

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Service

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Bemerkungen

Nachholtermin für den 27. April 2020.
Keine Pause.

 

Unwahrscheinlich schön 

Cecilia Bartoli und Farinelli

Unwahrscheinlich schön soll er gesungen haben, der italienische Kastrat Farinelli, der in unterschiedlichsten Rollen die Herzen eroberte. Nun wandelt Cecilia Bartoli auf seinen Spuren. 

Es kann eigentlich gar nicht sein. Dieses Geschenk, von dem da gesungen wird, ist etwas ganz und gar Unglaubliches: „il gran dono di vita immortale“, das große Geschenk der Unsterblichkeit. Einem einfachen Hirten wird es zuteil, und der bedankt sich nun bei dem, der es ihm gewährt, bei Jupiter, dem Gott. „Alto Giove“, so singt er ihn an, und in diesem Dankgesang glückt ihm selbst das Wundervolle. Der Hymnus gerät unwahrscheinlich schön. Ja, genau so: Die Schönheit seines Singens ist getragen vom Unwahrscheinlichen. Schon diese erste Phrase – wie sie sich herauslöst aus den scheuen Streicherfiguren, dem Puls des Anfangs, der erst einmal ruht, um in vollkommener Stille der Stimme Raum zu geben. Nur ein Ton klingt auf, unwahrscheinlich lang ausgehalten, dann sanft weitergeführt in Ornamente, die ihn beflügeln, bis er sich, nun überm aufgenommenen Puls der Streicher, aufschwingt zur Höhe. Es ist, als wäre die Unsterblichkeit schon eingegangen in den Gesang. Endlos scheint der Atem. Grenzenlos verströmt sich der Klang. Können Sterbliche so singen? Farinelli konnte es.

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