Mo 27. Jänner 2020

19:30 Brahms-Saal, Musikverein

Wiener Virtuosen

Weber • Ferguson • Françaix

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Famoser „Lückenbüßer“

Franz Schubert legte die Latte hoch mit seinem berühmten, fünfzigminütigen Oktett. So äußerte Jean Françaix, 1972 beauftragt, ein Schwesterwerk in gleicher Besetzung zu komponieren, denn auch bescheiden, man habe „einen Lückenbüßer gebraucht, um das Programm zu füllen“. Dass sein Werk auch losgelöst von Schubert famos besteht, ist im Brahms-Saal zu erleben.

Theorien waren „das Allerletzte“, woran Jean Françaix beim Komponieren dachte. Sein Interesse galt weniger den „gedanklichen Autobahnen“ als vielmehr den „Waldwegen“, wie er einst selbst formulierte. Daraus spricht Humor – stammte der Komponist doch aus Le Mans, der Stadt des 24-Stunden-Rennens. Humor steckt freilich auch in Françaix’ Musik. Dass sie deshalb nicht immer ernst genommen wurde, darunter litt Françaix durchaus: „Man hat mich einen ,leichtfertigen‘ Komponisten genannt, obschon ich doch jede Note ganz streng kontrolliere, die aus meiner Feder kommt.“ Sein „Octuor“ kommt, nichtsdestotrotz, heiter und leichtfüßig daher. Im Konzert der philharmonischen Wiener Virtuosen verbrüdert sich Françaix’ „Octuor“ mit einem weiteren Schwesterwerk zu Schuberts Oktett: dem „Octet“ von Howard Ferguson aus dem Jahr 1933. Webers Klarinettenquintett op. 34 komplettiert das Programm dieses Abends.