Di 12. November 2019

20:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Luisa Imorde

Das Klavierduell

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Programm

Das Klavierduell Ludwig van Beethoven Sonate für Klavier c-Moll, op. 13, „Pathétique“ Joseph Woelfl Sonate précédée d’une Introduction et Fugue c–Moll, WoO 113 — Pause — Ludwig van Beethoven Zehn Variationen über das Duett „La stessa, la stessissima“ aus der Oper „Falstaff“ von Antonio Salieri, WoO 73 Joseph Woelfl Neun Variationen über das Duett „La stessa, la stessissima“ aus der Oper „Falstaff“ von Antonio Salieri, WoO 15 Josepha Barbara Auernhammer Zehn Variationen über das Duett „La stessa, la stessissima“ aus der Oper „Falstaff“ von Antonio Salieri, op. 63 Ludwig van Beethoven Sonate für Klavier f-Moll, op. 57, „Sonata appassionata“

Zugabe

Frédéric Chopin Nocturne für Klavier cis-Moll, op. posth.

Service

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Bemerkungen

Das Konzert wurde vom Metallenen Saal in den Gläsernen Saal / Magna Auditorium verlegt.

 

Im Duell mit Beethoven

Zur Wiederentdeckung Joseph Woelfls

Konnten sie wirklich Kontrahenten auf Augenhöhe sein? Ludwig van Beethoven und Joseph Woelfl? Tatsächlich traten sie gegeneinander an. Luisa Imorde spürt pianistisch dem historischen „Klavierduell“ nach. Und Thomas Leibnitz stellt den heute kaum mehr bekannten Beethoven-Herausforderer vor.

Ziemlich unnachsichtig geht die Musikgeschichte – hier im Gleichschritt mit der allgemeinen Geschichtsschreibung – mit jenen Komponisten um, die es trotz aller Verdienste nicht schafften, sich im exklusiven Zirkel der „Überzeitlichen“, der gleichsam der Geschichte enthobenen Klassiker, zu etablieren. Sie ist nicht ungerecht, die Musikgeschichte, wenn sie uns bei der Frage nach dem musikalischen Wien des frühen 19. Jahrhunderts Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn und Franz Schubert als Repräsentanten einer ganzen Epoche in den Sinn kommen lässt. Ein geheimnisvolles, noch nicht ausreichend untersuchtes Zusammenspiel zwischen der Vox populi und dem Urteil von Experten hat zur Fokussierung auf die „großen Namen“ geführt, die sich – wer wollte es bestreiten – ihrer glanzvollen Sonderstellung als durchaus würdig erweisen. Und doch ein wenig den Blick auf die Wirklichkeit des Musiklebens dieser Zeit verstellen, in dem sie „vorkommen“, aber keineswegs die Szene in einer Weise beherrschen, die ihrer heutigen Alleinvertretung entspricht. 

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