Fr 10. Mai 2019

20:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Rachel Frenkel • Cécile Restier

Simona Pittau • Raphael Flieder | Brahms • Ravel • Wolf

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Programm

Johannes Brahms Wenn du nur zuweilen lächelst, op. 57/2 Verzagen, op. 72/4 O kühler Wald, op. 72/3 Ach wende diesen Blick, op. 57/4 Unbewegte laue Luft, op. 57/8 Maurice Ravel Chansons madécasses Hugo Wolf Bedeckt mich mit Blumen Bitt’ ihn, o Mutter Ob auch finstre Blicke glitten Sagt ihm, daß er zu mir komme Mögen alle bösen Zungen — Pause — Gustav Mahler Ich atmet´ einen linden Duft Blicke mir nicht in die Lieder! Um Mitternacht Liebst Du um Schönheit Ich bin der Welt abhanden gekommen Maurice Ravel Vocalise-Etude en forme de Habanera Enrique Granados La maja dolorosa I La maja dolorosa II La maja dolorosa III El majo timido El mirar de la maja Amor y odio La maja de Goya El Tra-la-la y al punteado

Zugabe

Hugo Wolf Gebet

Service

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Kammermusikalischer Liedgesang

Bei der Uraufführung von Johannes Maria Stauds Oper „Die Weiden“ an der Wiener Staatsoper war Rachel Frenkel die gefeierte Protagonistin. Im Gläsernen Saal kann man sie nun als Liedsängerin erleben. Auf dem Programm stehen u. a. Lieder von Hugo Wolf, Enrique Granados und Gustav Mahler. Mit Ravels „Chansons madécasses“ bekommt der Abend auch eine kammermusikalische Note.

Geboren in einem kleinen Kibbuz in Israel sang Rachel Frenkel von Kindesbeinen an bei verschiedenen Anlässen, und es dauerte nicht lange, dass man auf ihre Stimme aufmerksam wurde. Auch wenn sie zunächst Kindergärtnerin werden wollte, entschloss sie sich für ein Gesangsstudium in Tel Aviv und ging schließlich nach Berlin, um bei Abbie Furmansky weiter zu studieren. Ihre Karriere formte sich immer mehr, vor allem als sie vom Sopran ins Mezzofach wechselte. Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie als Mitglied des Opernstudios der Staatsoper unter den Linden. Zahlreiche Auftritte auf internationalen Bühnen sollten folgen. 2011 gab Rachel Frenkel ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen in „Die Frau ohne Schatten“ und trat im selben Jahr dem Ensemble der Wiener Staatsoper bei. Lag ihr Schwerpunkt anfangs vor allem auf Rossini- und Mozartrollen, hat sich ihr Repertoire nach und nach erweitert. In dieser Saison feierte sie große Erfolge in Berlioz Grand Opera „Les Troyens“ sowie in Johannes Maria Stauds Uraufführung „Die Weiden“.
Wenn Rachel Frenkel am 10. Mai im Gläsernen Saal Lieder von Johannes Brahms, Hugo Wolf, Enrique Granados und Gustav Mahler präsentiert, kann man die gefragte Opernsängerin von einer ganz anderen künstlerischen Seite kennen lernen, nicht nur stimmlich, sondern auch in einem persönlichen Sinn. Denn für die Mezzosopranistin erfordert Liedgesang ein hohes Maß an Authentizität, wie sie sagt: „Anders als in der Oper ist die Aufmerksamkeit des Publikums den ganzen Abend nur auf mich fokussiert. Ich kann mich nicht hinter einer Rolle verstecken, ich erzähle eine sehr persönliche Geschichte.“ Unterstützt wird sie von Cécile Restier am Klavier sowie, bei Ravels „Chansons madécasses“, von Simona Pittau auf der Flöte und Raphael Flieder am Cello.

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