Di 21. Mai 2019

20:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Plattform K+K Vienna

Reznicek • Mallinger • Strawinsky

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Jubiläumskonzert: 10 Jahre Plattform K+K Vienna

Kaum zu glauben. Es ist bereits 10 Jahre her, dass die Plattform K+K Vienna zum ersten Mal im Gläsernen Saal auftrat. Dieses runde Jubiläum feiert Ensemblegründer Kirill Kobantschenko mit Freunden und musikalischen Weggefährten – und natürlich mit einem spannenden Programm: Neben zwei Uraufführungen – von Bernie Mallinger und Emil Nikolaus von Reznicek – gibt es mit dem Klarinettenquartett von Walter Rabl einen musikalischen Schatz wiederzuentdecken. Als Gast ist der Kabarettist und Moderator Christoph Grissemann geladen, der Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“ rezitiert.

„Musik machen zu können ist ein Privileg, vor allem Musik, die man selbst spielen will, eigenständig aussucht und entdeckt, während des Einstudierens Feuer fängt und sie dann dem Publikum präsentiert“, so Kirill Kobantschenko. Mit diesem Anspruch gründete der Primgeiger der Wiener Philharmoniker 2009 die Plattform K+K Vienna – eine Gemeinschaft von hochkarätigen Musikern, die sich zur Aufgabe gemacht haben, selten gespielte Stücke wieder zum Leben zu erwecken. Am 21. Mai 2009 gab das Ensemble sein erstes Konzert im Gläsernen Saal, wo es seither jedes Jahr in unterschiedlichen Besetzungen aufgetreten ist. Die programmatische Ausrichtung blieb jedoch von Anbeginn unverändert. Neben musikalischen Wiederentdeckungen, vornehmlich aus dem 20. Jahrhundert, vergab die Plattform in jedem Konzert auch einen Kompositionsauftrag. Im Jubiläumskonzert, das übrigens auf den Tag genau 10 Jahre nach dem ersten Konzert im Gläsernen Saal stattfindet, ging der Auftrag an Bernie Mallinger, dessen Stück „Traces“ für zwei Violinen und Cello zur Uraufführung kommt. Mallinger ist Geiger im radio.string.quartet, das für seine große musikalische Bandbreite und genreübergreifenden Kompositionen und Arrangements bekannt ist. In den ersten Jahren des Bestehens hat er in der Plattform K+K Vienna neben Kirill Kobantschenko Geige gespielt.
Außerdem steht mit dem 1921 entstandenen „Fragment für Streichquartett in cis-Moll“ von Emil Nikolaus von Reznicek eine Uraufführung der besonderen Art auf dem Programm. Der 1860 in Wien geborene Komponist wurde lange Zeit mit Richard Strauss und Hans Pfitzner zu den führenden deutschsprachigen Komponisten der Generation um 1860 gezählt. Heute ist sein Werk, abgesehen von der Ouvertüre zu „Donna Diana“, weitgehend vergessen. Der deutsche Musikwissenschaftler Michael Wittmann, der sich in den letzten Jahren intensiv mit Reznicek beschäftigte und gemeinsam mit dessen Urenkel Michael Fehrmann die „Edition Reznizek“ ins Leben rief, hat Kirill Kobantschenko kontaktiert und ihn auf Rezniceks Streichquartett-Fragment aufmerksam gemacht. Im Rahmen des Jubiläumskonzerts holt es die Plattform K+K Vienna nun nach fast 100 Jahren aus der Vergessenheit. Das bislang handschriftliche Manuskript wird für die Aufführung extra editiert und gedruckt.