Do 20. Dezember 2018

19:00 Großer Saal, Musikverein

Lautten Compagney Berlin

Erwin Ortner | Georg Friedrich Händel

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Konzertreihe

Ausserordentliches Gesellschaftskonzert

 

Veranstalter

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Service

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Bemerkungen

Giulia Semenzato mußte krankheitsbedingt ihre Teilnahme an dem Konzert absagen. Dankenswerterweise erkärte sich Cornelia Horak bereit, die Sopranpartie in Händels „Messiah“ zu übernehmen. Pause nach dem ersten Teil.

 

Rezensionen

Freitag, 21. Dezember 2018 | Wiener Zeitung / Eigl, Marion

Festlicher "Messiah" im Musikverein

Standing Ovations für eine Barock-Sternstunde.

Es heißt, "Messiah" sei das letzte eigene Werk gewesen, das Georg Friedrich Händel vor seinem Tod in einer Aufführung erlebt hätte. Das Grabmal in Westminster Abbey zeigt den Komponisten mit dem Notenblatt der Arie "I know that my redeemer liveth" ("Ich weiß, dass mein Erlöser lebet"). Nicht ohne Grund fanden Händel und sein "Messias" Eingang in Stefan Zweigs Sammlung "Sternstunden der Menschheit".

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Für alle Welt

Was die Politik mühsam trennen will, eint die Musik. Und so wirkt – in Zeiten, da kleinlich um den Brexit gefeilscht wird – Händels „Messiah“ auch als politische Botschaft: das Oratorium eines in Italien ausgebildeten Deutschen, das in England zum Nationalheiligtum wurde. In Wahrheit ist es, wer wollte es bezweifeln, ein Werk für alle Welt …

Erhebend, und das im wörtlichen Sinn! Die englische Gepflogenheit, sich beim „Halleluja“-Chor von den Sitzen zu erheben, reagiert auf das Erhabene dieses Werks. Händels „Messiah“ macht Hoffnung. Die Heilsbotschaft, die er im weiten Gang durch die biblische Geschichte dramatisch-intensiv vermittelt, ergreift den Menschen in seiner Bedürftigkeit und Not. Nicht zufällig fand die erste Aufführung 1742 zum Wohl von Armen und Gefangenen statt. So schwingt vieles mit, wenn der „Messiah“ 276 Jahre später wieder im Musikverein erklingt – in all der Opulenz, die dieses große Werk verdient.