Fr 16. November 2018

20:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Katharina Straßer • Boris Fiala

Zum 100. Geburtstag von Cissy Kraner

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Programm

Ich wünsch’ mir zum Geburtstag einen Vorderzahn Zum 100. Geburtstag von Cissy Kraner Cissy Kraner / Hugo Wiener Ich muss einmal aus dem Milieu heraus Die Unscheinbare Das Pin-up-Girl Wie man eine Torte macht Die Schönheitspflege — Pause — Cissy Kraner / Hugo Wiener Ich kann den Novotny nicht leiden Der Sozialtourismus Der Novak lässt mich nicht verkommen Gute Nachbarschaft Ich wünsch’ mir zum Geburtstag einen Vorderzahn in Verbindung mit Zitaten und Erzählungen von Cissy Kraner

Zugabe

Hugo Wiener Verzwickte Verwandschaft

Service

Programm drucken

Bemerkungen

Dramaturgie: Karin Sedlak.

 

Zum 100. Geburtstag von Cissy Kraner

Anlässlich des 100. Geburtstags von Sissy Kraner erinnert Katharina Straßer mit diesem Abend an die unvergessene Diseuse, indem sie aus deren bewegten Leben erzählt und ihre bekanntesten Hits singt, wie das titelgebende und zum Geburtstag passende „Ich wünsch‘ mir zum Geburtstag einen Vorderzahn“, „Der Novak lässt mich nicht verkommen“, „Ich kann den Novotny nicht leiden“ oder „Wie man eine Torte macht“. Katharina Straßer, dem Fernsehpublikum als Maja in „Schnell ermittelt“ bekannt, ist ebenso auf der Theater- wie auf der Opernbühne zuhause und verzauberte das Publikum an der Volksoper viele Jahre als Eliza Doolittle in der Erfolgsproduktion von „My Fair Lady“. 
Sissy Kraner, eigentlich Gisela Kraner, war eine österreichische Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin. Ein vielleicht nicht so bekannter Aspekt: 1985 holte sie der Wiener Regisseur und Choreograf Bernd Roger Bienert an die Wiener Staatsoper, um mit Cissy Kraner in der Hauptrolle die Uraufführung eines Musiktheaterwerkes des österreichischen Komponisten Gottfried von Einem unter dem lautmalerischen Titel „Rads Datz“ zu kreieren. Das Stück wurde an der Wiener Staatsoper zum solitären Vorreiter der heutigen performativen Tendenzen an den Theatern, versagte Bienert doch dem Tanz seine Gefolgschaft und konzentrierte sich auf die Umsetzung der Texte von Lotte Ingrisch in der Interpretation durch Kraner. Die Premiere geriet zu einem „succès de scandale“, da man unter anderem nicht die damals beinahe siebzigjährige Diseuse Cissy Kraner als „tanzende“ Solistin in einem Ballett auf der Bühne der Wiener Staatsoper erwartet hatte. Der Auftritt Kraners an der Wiener Staatsoper gilt als Beweis für ihren Mut, sich auch für unangepasst Neues und Nichtalltägliches einzusetzen.

Lesen Sie auch den Artikel "Wiener Mischung" aus unserem Musikfreunde Magazin.