Do 11. April 2019

20:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Dzhuliiana Sleptcova

Rachmaninow • Tschaikowskij • Mussorgskij

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Programm

Sergej Wassiljewitsch Rachmaninow Moment musicaux Des-Dur, op. 16/5 Moment musicaux b-Moll, op. 16/1 Peter Iljitsch Tschaikowskij Sonate für Klavier G-Dur, op. 37, „Grande Sonate“ — Pause — Sergej Wassiljewitsch Rachmaninow Prélude für Klavier Ges-Dur, op. 23/10 Prélude für Klavier Es-Dur, op. 23/6 Modest Petrowitsch Mussorgskij „Bilder einer Ausstellung“ für Klavier

Zugaben

Peter Iljitsch Tschaikowskij Herbstlied Zahar Stepanov Tanz des Schamanen Peter Iljitsch Tschaikowskij Nocturne cis-Moll, op. 19/4

Service

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Bemerkungen

Das Konzert wurde vom Metallenen Saal in den Gläsernen Saal / Magna Auditorium verlegt.

 

Höchster Klaviergenuss

Mit unserem Zyklus Tasten.Lauf wollen wir jungen aufstrebenden Pianistinnen und Pianisten ein Podium geben. Wir freuen uns, am 11. April Dzhuliiana Sleptcova mit einem anspruchsvollen Programm aus der russischen Klavierliteratur begrüßen zu dürfen. Neben ausgewählten Moments musicaux und Préludes von Sergej Rachmaninow bringt die junge russische Pianistin Mussorgskijs „Bilder einer Ausstellung“ sowie Tschaikowskijs „Grande Sonate“ zur Aufführung.

Bereits seit frühester Kindheit begeisterte sich Dzhuliiana Sleptcova für Musik, improvisierte am Klavier und komponierte kleine Musikstücke zu bekannten Kindermärchen. Ihre damalige Volksschullehrerin erkannte bald das große Talent, das in ihrer Schülerin schlummert und riet ihr, sich an der Hochschule für begabte Kinder anzumelden, wo sie von 1994 bis 2005 Musikunterricht und das nötige Handwerk für ihre weitere musikalische Laufbahn erhielt. 
2017 kam Dzhuliiana Sleptcova schließlich nach Wien, um im Rahmen eines postgradualen Studiums an der Universität für Musik und darstellende Kunst ihre Ausbildung in der Klasse von Thomas Kreuzberger fortzusetzen, nachdem sie zuvor ihre Studien am Tschaikowskij Musikcollege und am Moskauer Gnessin-Musikinstitut mit Auszeichnung abgeschlossen hatte – wie auch am Moskauer Tschaikowskij-Konservatorium, wo Tschaikowskij als Professor für Harmonielehre wirkte. 

Seine im heutigen Konzert zur Aufführung kommende „Grande Sonate“ widmete Tschaikowskij dem bedeutenden Pianisten und Kollegen des Moskauer Konservatoriums, Karl Klindworth.
Zur Uraufführung jedoch brachte sie Nikolai Rubinstein, der damalige Leiter des Konservatoriums, im Rahmen eines Kammerkonzerts der Russischen Musikgesellschaft. Da der Komponist an diesem Tag nicht anwesend sein konnte, spielte ihm Rubinstein die Sonate eine Woche später im privaten Kreis vor. Tschaikowskij war zutiefst beeindruckt und gerührt von dessen Interpretation und bedankte sich mit den Worten: „Erlaube mir, Dir für den höchsten Genuss zu danken, den Du mir durch die Interpretation meiner Sonate schenktest. Dies war einer der schönsten Augenblicke meines Lebens".