Fr 22. März 2019

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Symphoniker

Gustavo Gimeno | Dutilleux • Saint-Saëns • Schumann

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Zyklus

Wiener-Symphoniker-Zyklus A / 4

Jeunesse Abo 02 Wiener Symphoniker

Jeunesse Abo 07 Auf einen Streich

 

Veranstalter

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Jeunesse

Service

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Avantgardist und Nachzügler

Camille Saint-Saëns

Man könnte geradezu von einer Renaissance des Camille Saint-Saëns sprechen. In den Programmen herausragender Interpreten ist der Maître jedenfalls mehr und mehr vertreten. Im Musikverein spielt Harriet Krijgh nun mit den Wiener Symphonikern Saint-Saëns’ Erstes Cellokonzert, während die „Orgelsymphonie“ mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Organistin Iveta Apkalna und Mariss Jansons am Dirigentenpult zu hören ist.

Ein bitteres und nicht ganz seltenes Los: Einer, der die Fahne des Fortschritts geschwungen hat, findet sich am Ende seiner Tage im Lager der „Reaktion“ wieder. Unter den prägenden Gestalten des 20. Jahrhunderts steht Richard Strauss sehr nachdrücklich für diesen „Werdegang“; einst als Bürgerschreck und Enfant terrible bekannt geworden, machte er im hohen Alter kein Hehl aus seiner tiefen Skepsis gegenüber einer „Neuen Musik“, die seiner Meinung nach unverzichtbare Grundlagen wie die Tonalität und das Kadenzgefüge aufgegeben hatte. In mancher Hinsicht ein Verwandter im Geiste, allerdings einer früheren Generation zugehörig, war ihm Camille Saint-Saëns, einer der meistgefeierten Komponisten seiner Zeit, der ebenfalls am Ende eines langen Lebens – er wurde 86 Jahre alt – resigniert und enttäuscht feststellen musste, von der neuen Zeit nicht mehr verstanden zu werden. Das Todesjahr Saint-Saëns’, 1921, lag bereits in der „Zwischenkriegszeit“ des 20. Jahrhunderts, in der Welt des Automobils und des Jazz – weit entfernt von Geist und Wesen, von denen Saint-Saëns als repräsentative Gestalt des 19. Jahrhunderts geprägt war. 

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