Sa 10. November 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Symphoniker

Philippe Jordan | Hector Berlioz

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Zyklus

Wiener-Symphoniker-Zyklus A / 2

Jeunesse Abo 12 Musik erzählt

Jeunesse Abo 15 Romantik

 

Veranstalter

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Jeunesse

Service

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Rezensionen

Sonntag, 11. November 2018 | Die Presse / Gürtelschmied, Walter

Musik, zum Wahnsinnigwerden

Musikverein. Philippe Jordan stellte zum Berlioz-Jahr endlich einmal die viel gespielte Symphonie fantastique ihrem Schwesterwerk „Lélio ou Le retour à la vie“ gegenüber.

Kaum ein Zweiter konnte den Wahnsinn so grotesk, bizarr, skurril, ja – existenzgefährdend in Töne setzen wie Hector Berlioz, Wahnsinn in allen Formen und Facetten: Fantasie, Rausch, Ekstase, Eros, Liebe, Lug und Trug; die Kunst nicht zu vergessen, denn der Künstler ist ja der Nabel der Welt.

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Montag, 12. November 2018 | Wiener Zeitung / Hirschmann, Katharina

Vergessene Fortsetzung

Das Sequel der "Symphonie fantastique" im Musikverein.

"Dieses Werk muss unmittelbar nach der Phantastischen Symphonie aufgeführt werden, deren Anhang und Schluss es bildet", schrieb Hector Berlioz über "Lélio ou Le Retour à la vie", und genauso geschah es am Wochenende im Musikverein.

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Spektralfarben der Seele

Hector Berlioz’ „Lélio“

Seiner epochalen „Symphonie fantastique“ stellte Hector Berlioz das Monodrama „Lélio“ zur Seite: ein Werk, das die radikale Selbsterkundung eines romantischen Künstlers fortschreibt und – einmal mehr – künstlerisch neue Dimensionen aufschließt. Philippe Jordan präsentiert es im Rahmen des Berlioz-Schwerpunkts der Wiener Symphoniker. 

Wer oder was ist Lélio? Der Name mag die männliche Entsprechung für „Lilie“ sein. Aber im sechsteiligen „Monodrame lyrique“ von Hector Berlioz „Lélio, ou Le retour à la vie“ (komponiert in Italien 1831 und ein Jahr später im Pariser Conservatoire als zweiter Teil der „Symphonie fantastique“ uraufgeführt) bedeutet dieser Name Anderes. Lélio darf als das andere musikalische Ich von Berlioz gelten. Wie Berlioz ist er Komponist, leidet am Lieben, liebt das Leiden. Weltschmerz und, wie Berlioz sagt, „Einsamkeitsweh“ sind ihm nicht fremd. Lélio befindet sich auf der Suche nach sich selbst, und diese Suche erweist sich als eine Wallfahrt zur Musik. 

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