Di 11. Juni 2019

19:30 Großer Saal, Musikverein

Maurizio Pollini

Brahms • Schumann • Chopin

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Programm

Johannes Brahms Drei Intermezzi für Klavier, op. 117 Robert Schumann Sonate für Klavier f-Moll, op. 14, „Concert sans Orchestre” — Pause — Frédéric Chopin Nocturne für Klavier H-Dur, op. 62/1 Nocturne für Klavier E-Dur, op. 62/2 Polonaise für Klavier fis-Moll, op. 44 Mazurka für Klavier c-Moll, op. 56/3 Berceuse für Klavier Des-Dur, op. 57 Scherzo für Klavier cis-Moll, op. 39

Zugabe

Frédéric Chopin Ballade für Klavier g-Moll, op. 23

Service

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Wiegenlieder und ein Herzensschrei

Das Autograph der Drei Intermezzi op. 117 von Johannes Brahms liegt im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien – darauf auf Seite eins, von Brahms notiert: „Schlaf sanft, mein Kind, schlaf sanft und schön! Mich dauert’s sehr, dich weinen sehn …“ Die drei Stücke seien, erklärte Brahms, „Wiegenlieder meiner Schmerzen“. Maurizio Pollini stellt sie an den Beginn seines Klavierabends im Musikverein: Werke der Verinnerlichung, denen noch im ersten Programmteil ein „Herzensschrei“ der Leidenschaft folgt.

Maurizio Pollini wird in seiner Interpretation der Brahms-Intermezzi sicherlich verwirklichen, was Clara Schumann so mustergültig formulierte. „… die geistige Technik darin verlangt ein feines Verständnis, und man muss ganz vertraut mit Brahms sein, um sie so wiederzugeben, wie er es sich gedacht.“ Die geistige Technik – sie ist ein höchster Wert auch bei jenen Werken, die virtuoser angelegt sind: seien es die Chopin-Piecen, die Maurizio Pollini für den zweiten Programmteil ausgewählt hat, sei es Schumanns f-Moll-Sonate, op. 14. Dieses Werk, als „Concert sans orchestre“ erstmals veröffentlicht, ist tief mit Clara verknüpft. Er habe, schrieb ihr Robert Schumann 1838, „ein Concert auf Dich gemacht“, es sei „ein einziger Herzensschrei nach Dir“.