Fr 03. Mai 2019

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Symphoniker

Vladimir Fedosejev | Dmitri Schostakowitsch

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Programm

Dmitrij Schostakowitsch Hypothetically murdered, op. 31a. Ausschnitte aus der Musik zur Revue „Der bedingte Ermordete“, op. 31. Rekonstruktion von Gerard McBurney, Zusammenstellung von Vladimir Fedosejev 13: Bacchanalia 14: Waltz 5b: Petrushka 11a: Paradise I: The Flight of the Cherubim 15: The Number of the Archangel Gabriel 19: Finale: Dance of the Temporary Victors Dmitrij Schostakowitsch Konzert für Klavier, Trompete und Orchester Nr. 1 c-Moll, op. 35 — Pause — Dmitrij Schostakowitsch Symphonie Nr. 15 A-Dur, op. 141

Zugabe

Dmitrij Schostakowitsch Konzert für Klavier, Trompete und Orchester Nr. 1 c-Moll, op. 35 - Finale

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Rezensionen

Freitag, 03. Mai 2019 | Der Standard / Ender, Stefan

Die Symphoniker unter Fedosejev im Musikverein

Anfänge und Ende des Schaffens von Dmitrij Schostakowitsch standen am Programm

Von den Anfängen und vom Ende des Schaffens von Dmitrij Schostakowitsch erzählte das Konzert der Wiener Symphoniker unter der Leitung von Vladimir Fedosejev am Donnerstag im Musikverein.

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Freitag, 03. Mai 2019 | Wiener Zeitung / Eigl, Marion

Große Ambitionen

Die Wiener Symphoniker unter ihrem ehemaligen Chefdirigenten Vladimir Fedosejev.

Das Werk des Dmitri Schostakowitsch ist voll von Brüchen. Die Musik des Russen bildet die schwierigen Bedingungen im Sowjet-Staat, vor allem unter der Herrschaft Josef Stalins, mit unterschiedlicher Deutlichkeit ab. Eine Beschäftigung mit Schostakowitsch, der mit Todesängsten vertraut war, hat also immer auch einen zeitgeschichtlichen Aspekt.

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Feiner Sinn fürs Komische

„Hypothetically Murdered“. Für dieses Varietéprogramm komponierte der 26-jährige Dmitrij Schostakowitsch die Musik, die dann – in den politischen Wirren der 1930er Jahre – weitgehend verloren ging. Der detektivischen Arbeit von Gerard McBurney verdankt die Musikwelt eine mit Umsicht angefertigte Rekonstruktion, die Vladimir Fedosejev nun am Pult der Wiener Symphoniker dirigiert.

In dieser wie in so manch anderer Komposition zeigt sich Schostakowitschs Humor und feiner Sinn fürs Komische. Er selbst sagte: „Wenn das Publikum bei der Aufführung meiner Werke lächelt oder sogar lacht, bereitet mir das große Befriedigung.“ Seine leichtfüßige Musik zu „Hypothetically Murdered“ (Der bedingt Ermordete) empfand er allerdings durchaus als bewahrenswert, verwendete er doch Teile daraus für andere Werke weiter – so auch für das Erste Klavierkonzert, in dem Lilya Zilberstein den Klavier-Solopart spielt. Schostakowitschs Vorliebe für die Arbeit mit Zitaten zieht sich durch sein ganzes Schaffen. In seiner letzten Symphonie, der Fünfzehnten, zitiert er Rossini und Wagner – und auch hier sich selbst.