Do 04. April 2019

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Symphoniker

Lahav Shani | Brahms • Mozart • Liszt

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Der Beziehungsstifter

„Ich selbst versuche, mich als Dirigent so unnötig wie möglich zu machen.“ Den Satz sagte ein junger Dirigent, den immer mehr hochklassige Orchester umwerben: Lahav Shani. 2017 wurde er Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker und 2018 Chefdirigent des Rotterdam Philharmonic Orchestra. 2020 übernimmt Shani als Nachfolger von Zubin Mehta die Chefposition beim Israel Philharmonic Orchestra.

Hinter der pointierten Aussage steht die Philosophie eines Künstlers, der auf Freiheit und Eigenverantwortlichkeit setzt. „In den Orchestern, die ich dirigiere“, sagte Shani im selben „Musikfreunde“-Interview, „sitzen überall hervorragende Musiker, die etwas zu sagen haben – das muss man doch unterstützen, dass sie sich selbst ausdrücken.“ Nicht diktieren soll ein Dirigent, sondern „sehen, dass die Zusammenhänge, die Beziehungen da sind“. Und genau dafür ist er dann doch nötig. Die Wiener Symphoniker erkannten das Potenzial des wunderbaren Beziehungsstifters sofort und suchten gleich nach der ersten Begegnung eine längerfristige Partnerschaft mit ihm. Im Musikverein dirigiert der 30-Jährige nun ein Programm, wie es für die „Große Symphonie“ nicht stimmiger sein könnte: 
Brahms’ Dritte Symphonie, Liszts „Les Préludes“ und Mozarts d-Moll-Klavierkonzert, KV 466. Solist: Kirill Gerstein