Do 15. November 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

Wiener Symphoniker

Philippe Jordan | Schumann • Sibelius

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Seelische Rheinlandschaft

Dem Rhein, dem „heiligen Strome“, war Robert Schumann zeitlebens eng verbunden. Und so führt auch die „Rheinische“, gespielt von den Wiener Symphonikern unter Philippe Jordan, ins Innerste eines Künstlerlebens zwischen Aufbruch und Tragik …

Der Rhein hätte die Brücke sein sollen zu den Menschen, ja zum „Volk“. Robert Schumann war voll Optimismus, als er 1850 an den Rhein zog und Musikdirektor in Düsseldorf wurde. Seine Dritte Symphonie, genannt die „Rheinische“, sollte Zeugnis geben von dieser Aufbruchsstimmung – und tatsächlich: Strahlt und strömt sie nicht herrlich in ihrer Es-Dur-Seligkeit? Philippe Jordan kombiniert diese „Rheinische“ in seinem Symphoniker-Konzert mit Sibelius’ Violinkonzert, gespielt von Nikolaj Szeps-Znaider, und Schumanns „Manfred“-Ouvertüre: mit dunklen, tragischen Farben, die auf das Abgründige der seelischen Rheinlandschaft weisen. 1854 stürzte sich Schumann, zum Ende entschlossen, in den „heiligen Strom“.