Do 06. September 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

Ax • Kavakos • Yo-Yo Ma

Johannes Brahms

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Rezensionen

Freitag, 07. September 2018 | Die Presse / Gürtelschmied, Walter

Musikverein: Endlich wieder edler Celloton

Saisonauftakt mit dem Comeback von Yo-Yo Ma an der Seite von Leonidas Kavakos und Emanuel Ax mit Zeitverzögerung.

Nach der Pause fand Yo-Yo Ma zur legendären Form: Hier der edle, schlackenlose Celloton, erhaben über alle technischen Problemstellungen, dort die authentische Größe von Vortrag und Formulierung – Charakter, Temperament und Poesie ergänzen einander einträchtig. In Wien wie in Salzburg schmerzlich lang vermisst, fand Yo-Yo Ma – im Auftreten eine charmante Mischung aus Sonnyboy und Instanz – für die drei Brahms-Trios den Weg zurück in den Goldenen Saal – nach beinahe 20 Jahren, wobei ihm keiner den früheren Seitensprung zum Barockcello nachtragen wollte.

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Freitag, 07. September 2018 | Wiener Zeitung / Hirschmann, Katharina

Trio in Rage

Kavakos, Ma und Ax mit Kammermusik von Brahms.

Das Spannende an Brahms H-Dur-Trio ist, dass es zugleich sein frühestes und sein spätestes Klaviertrio ist. Wie das? - Brahms selbst war seiner Frühwerke relativ rasch überdrüssig. Das veranlasste ihn dazu, dieses opus 8 später noch einmal herauszuholen und grundlegend zu überarbeiten.

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Kreislers Ende

Brahms’ Klaviertrios, gespielt von Emanuel Ax, Leonidas Kavakos und Yo-Yo Ma eröffnen den Zyklus „Große Solisten“ 2018/19. Luxusbesetzung für drei Werke, die viel von Brahms erzählen. 

Warum tat er sich das an? Johannes Brahms war 56, als er sein erstes Klaviertrio Opus 8 nochmals herausholte, um wieder neu damit anzufangen: ein Werk, das er vor einem Menschenalter geschrieben hatte, 35 Jahre zuvor, im zarten Alter von 21. „Mit welcher Kinderei ich schöne Sommertage verbracht habe, rätst Du nicht?“, schrieb er damals an Clara Schumann. „Ich habe mein H-Dur-Trio noch einmal geschrieben und kann es Opus 108 statt Op. 8 nennen. So wüst wird es nicht mehr sein wie früher – ob aber besser?“ Warum machte er sich die Arbeit? Es war tatsächlich weit mehr als nur eine Revision – es war eine Neukomposition. Die Hauptthemen aller Sätze beließ er, die Anfänge wahrten den Zusammenhang mit dem Früheren, aber dann schritt er anders fort.

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