Di 20. November 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

Mitsuko Uchida

Franz Schubert

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Rezensionen

Mittwoch, 21. November 2018 | Die Presse / Dobner, Walter

Musikverein: Schuberts Seelengemälde

Pianistin Mitsuko Uchida setzte mit drei Sonaten ihren im November begonnenenSchubert-Zyklus fort. Exemplarisch.

Mitsuko Uchidas besondere Affinität zu Schubert rührt nicht zuletzt aus ihren Wiener Studienjahren bei Richard Hauser an der Wiener Musikakademie (heute Musikuniversität). Wäre es nach ihren Wünschen gegangen, hätten ihre ersten Schallplatten auch diesem Komponisten gegolten.

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Schubert und ich

„Im Goldenen Saal des Musikvereins hat man einen Schubert-Klang wie nirgendwo anders.“ Mitsuko Uchida, die hier vor zwei Jahrzehnten Franz Schuberts große Sonaten eingespielt hat, kehrt mit Schubert in den Großen Musikvereinssaal zurück. Eine Beziehung, die stimmiger nicht sein könnte …

„Zu Schubert hatte ich eher eine Verbindung als zu anderen Komponisten. Schubert und ich, wir teilten die Einsamkeit.“ So erinnert sich Mitsuko Uchida im Gespräch mit den „Musikfreunden“ an eine Beziehung, die als Wahlverwandtschaft prägend für ihr Leben geblieben ist. „Schubert und ich …“ Die Einsamkeit, die sie teilten, ist längst zum kollektiven Erleben geworden. 2.000 Menschen im Großen Musikvereinssaal finden mit Uchida und Schubert zusammen – um dann doch, jeder allein, lauschend bei sich selbst zu sein. Dass der Weg nach innen übers Offene führt, weiß niemand besser als die Schubert-Interpretin Uchida. „Um zu musizieren“, sagt sie, „muss ich der Musik selbst zuhören können.“