Sa 06. Oktober 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

St. Petersburger Philharmoniker

Yuri Temirkanov | Rimskij-Korsakow • Prokofiew • Tschaikowskij

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Rezensionen

Montag, 08. Oktober 2018 | Der Standard / Ender, Stefan

Die Wiener Philharmoniker russisch mit Waleri Gergijew

Der Dirigent gastierte im Musikverein mit einem Prokofjew-Programm.

Finden in Moskau und St. Petersburg zurzeit eigentlich Orchesterkonzerte statt? Wahrscheinlich deutlich weniger als sonst, denn drei der prominentesten Dirigenten dieser Städte gehen hier in Wien ihrer Arbeitstätigkeit nach.

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Montag, 08. Oktober 2018 | Wiener Zeitung / Hirschmann, Katharina

Keine Liebesgrüße

Die St. Petersburger Philharmonie im Musikverein.

Es waren keine Liebesgrüße, und sie kamen auch nicht aus Moskau. Die Klänge, die von den St. Petersburger Philharmonikern aus Russland zu uns hereinwehten, ähnelten eher einem Kniff in die Wange und einem freundlichen Faustschlag an die Schulter.

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Vom Geheimnis der Langlebigkeit

Yuri Chatujewitsch Temirkanov – seit 30 Jahren Chef der heutigen St. Petersburger Philharmoniker, Vladimir Iwanowitsch Fedosejev – seit gar 44 Jahren Chef des heutigen Tschaikowskij-Symphonieorchesters! Sind diese beiden wunderbaren alten Herren ein spezifisch russisches Phänomen? Ein soziokultureller Klärungsversuch. 

Die Liste ließe sich ja noch fortsetzen, blickt man in die jüngere Vergangenheit. Den bisherigen Langzeitrekord hielt nämlich Jewgenij Mrawinskij, der genau ein halbes Jahrhundert bis zu seinem Tod 1988 die Leningrader, heute St. Petersburger Philharmoniker leitete. Oder Jewgenij Swetlanow, Chef des Moskauer Gosorchesters, der es bis zu seiner Entlassung 1999 auf 35 Jahre brachte und sicher noch bis zu seinem Tod geblieben wäre, hätte ihn der damalige Kulturminister nicht gefeuert, was im Publikum auf Protest stieß. Und last but not least Valery Gergiev, der auch schon seit 30 Jahren im St. Petersburger Mariinsky Theater regiert, beileibe noch kein alter Herr. Es ist ja nicht so, dass es im 20./21. Jahrhundert nicht auch anderswo sehr lange auf ihren Posten verbleibende Orchesterchefs gab und gibt, in den USA, in Israel beispielsweise. Doch sind die Gründe für derartige „Langlebigkeit“ in Russland anders gelagert als im Westen. Um dies zu verstehen, muss man sich zurück ins 19. Jahrhundert begeben. 

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