Di 13. Februar 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

Akademie für alte Musik Berlin

Paul Agnew | Lully • Telemann • Rameau

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


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Bemerkungen

Reinoud Van Mechelen, Katherine Watson ,Emma De Negris und ihr Ersatz Céline Scheen mußten ihre Teilnahme an dem Konzert absagen. Dankenswerterweise erklärten sich Enrico Wenzel, Deborah Cachet und Camille Poul bereit, die jeweilige Gesangspartie zu übernehmen.

 

Pygmalions Metamorphosen

Ein Mythos von Kunst und Leben

Jean-Philippe Rameaus „Pigmalion“, am 13. Februar im Musikvereinszyklus „Alte Meister“, berührt einen der faszinierendsten Mythen zum Thema Kunst und Leben. Die Geschichte des Bildhauers Pygmalion, der sich in sein Kunstwerk verliebt, hat 2000 Jahre hindurch Poeten, Musiker und bildende Künstler inspiriert. Alexander Marinovic verfolgt sie in einer Tour d’horizon von Ovid bis Professor Higgins.

Prima l’Orfeo, poi il Pigmalion oder: Im Anfang war der Gesang. In genialer Weise führt Ovid den bildenden Künstler Pygmalion in das epische Sagengedicht „Metamorphosen“ ein, indem er – als Mann des Wortes – die Hierarchie der Künste in seinem Sinn deutet. Im zehnten Buch berichtet er von Orpheus, der nach dem endgültigen Verlust der Eurydike für immer die Frauen meidet und sich erst nach längerer Zeit wieder der Musik zuwendet. Schließlich singt er von „göttergeliebten Jünglingen und Mädchen, die böser Leidenschaft verfallen sind“, insbesondere auf Zypern, der Insel der Göttin Venus. Zunächst ist die Rede von den sittenlosen Töchtern des Propoetus, die zur Strafe für ihre Lästerung der Venus in Stein verwandelt werden.

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