So 07. Mai 2017

15:00 Gläserner Saal / Magna Auditorium, Musikverein

Fritz Karl

Tango de Salón | Du hörst mir ja doch nie zu

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden


Programm

Du hörst mir ja doch nie zu Martti Innanen Elsa; arrangiert von Gerrit Wunder Luís Fernando Veríssimo Konventionen Anselmo Aieta Palomita blanca. Vals; arrangiert von Coco Nelegatti Luís Fernando Veríssimo Farce Astor Piazzolla Resureccion del Angel Luís Fernando Veríssimo Die Wahrheit Coco Nelegatti Milonga del Serafín Luís Fernando Veríssimo Der Tag der Geliebten Astor Piazzolla Verano Porteño Luís Fernando Veríssimo Der Schauspieler Julián Plaza Nocturna - Milonga; arrangiert von Coco Nelegatti — Pause — Peregrino Paulos Inspiración; arrangiert von Coco Nelegatti Luís Fernando Veríssimo Kindergeburtstag Astor Piazzolla Oblivion Luís Fernando Veríssimo Ehering Ricardo Ordóñez Tango de la Muerte; arrangiert von Gerrit Wunder Luís Fernando Veríssimo Der Mann, der im Prado verschwand Ángel Greco La milonga celestia!; arrangiert von Coco Nelegatti Luís Fernando Veríssimo Super Edgar Aníbal Troilo Responso; arrangiert von Gerrit Wunder

Zugaben

H.C. Artmann Zorro Astor Piazzolla Libertango

Konzertreihe

Ausserordentliches Gesellschaftskonzert

 

Veranstalter

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Service

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Tango und Humor mit Leidenschaft

Fritz Karl

„Du hörst mir ja doch nie zu“ – ein Satz, der wesentlich öfter zu Hause fallen dürfte als ausgerechnet im Gläsernen Saal des Musikvereins. Dort lohnt es sich nun unter diesem Titel freilich doppelt, die Ohren zu spitzen: für die musikalischen Spielarten und Transformationen des Tangos, mit denen das Ensemble Tango de Salón mitreißt und für die brillanten Satiren des brasilianischen Humoristen Luís Fernando Veríssimo, die Schauspielstar Fritz Karl zu prallem Leben erweckt. 

Zu verdanken sei das Programm „Du hörst mir ja doch nie zu“ eigentlich zwei Zufällen, die sich zusammengefügt hätten, verrät Fritz Karl. Konkret: Ö1, seinem Lieblingssender, und seinem Freund Erwin Steinhauer. „Im Radio habe ich eine Geschichte von Veríssimo gehört und mir sofort das längst vergriffene Buch beschafft. Seine Kurzgeschichten sind toll: witzig, voller Situationskomik, aus dem Leben gegriffen.“ Und dann habe ihn eines Tages auf Empfehlung Steinhauers der Musiker Peter Gillmayr gefragt, ob er nicht einmal mit ihnen auftreten wolle. 
Dazu muss man wissen, dass Karl bis dahin mit Lesungen wenig anfangen konnte: Lange hatte er unter schwerer Legasthenie gelitten – und obwohl er sich die Schwäche mühsam abtrainieren konnte, war eine gewisse Scheu zurückgeblieben. Doch als sich herausstellte, dass Gillmayr mit seinem Ensemble Tango de Salón selbstverständlich Tango spielte, fielen dem Schauspieler Veríssimos Geschichten wieder ein – und die beiden Facetten Südamerikas fügten sich ganz logisch zusammen. „Musik und Text ergänzen und beleuchten einander ganz wunderbar“, schwärmt Fritz Karl – und der Erfolg bei einem „Probelauf“ in Frankenmarkt, 50 Kilometer von seinem Heimatort Traunkirchen in Oberösterreich entfernt, gab ihm sogleich recht. Außerdem schenken ihm diese nun geliebten Leseauftritte etwas wieder, das er schon vermisst hat: den direkten Kontakt zum Publikum.

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