Mo 09. Oktober 2017

19:30 Großer Saal, Musikverein

Sir András Schiff

Mozart • Schubert • Haydn

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Rezensionen

Dienstag, 10. Oktober 2017 | Die Presse / Dobner, Walter

András Schiff auf Reisen durch „letzte Worte“

Der Pianist spielte im Musikverein die letzten Klaviersonaten von Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert.

Längst ist es ein Lieblingssoloprogramm von András Schiff: die letzten Sonaten der Wiener Klassiker in einem Programm zu präsentieren. Wie auch diesmal, zu Beginn der neuen „Große Solisten“-Reihe der Gesellschaft der Musikfreunde. Es wurde ein besonderer Abend, auch dank der Wahl des Instruments.

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Wie es sein könnte

Ganz einfach hört sie auf, molto semplice, und singend, cantabile. Beethovens Sonate op. 111 mündet in die Schwerelosigkeit. C-Dur. Kein Vorzeichen trübt den schwebenden Schluss, als fiele alles, jeder Erdenrest von einem ab … 
Beethovens letzte Klaviersonate umgibt eine besondere Magie – wie jedes letzte Werk. Musik, die Zeitkunst schlechthin, ist im letzten auch Einübung ins Endenmüssen und Endenkönnen … Geben letzte Werke tiefer Auskunft darüber, wie es sein könnte? 
Sir András Schiff berührt diese Frage in seinem Klavierabend, der nur Abschiedsmusik umfasst: die letzten Klaviersonaten von Mozart, Haydn, Schubert und Beethoven. Eine tiefe Sehnsucht klingt da mit. Was, wenn es so wäre wie bei Beethoven? Letzten Endes: singend, schwebend, schwerelos.