So 26. November 2017

19:30 Großer Saal, Musikverein

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Mariss Jansons | Beethoven • Prokofjew

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Rezensionen

Montag, 27. November 2017 | Wiener Zeitung / Wagner, Daniel

Energie und Majestät

Mariss Jansons, Yefim Bronfman und die Bayern brillieren.

Wie der Abend mit Maestro Jansons und "seinen" Münchnern, also dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, war? - Schlichtweg umwerfend. Und umgeworfen von so viel perfektionierter Brillanz verließ das begeisterte Publikum schließlich auch den Goldenen Musikvereinssaal.

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Hart und zart

Mariss Jansons und München

Er ist ein Mensch, der Präzision und Disziplin verlangt und die Kontrolle will – aber zugleich Gefühl und Spontaneität sehr schätzt. Ein Mann also, der Gegensätzliches, ja fast Widersprüchliches vereint. Aber vermutlich liebt ihn sein Orchester genau dafür seit 14 Jahren. Im November sind Mariss Jansons und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wieder im Musikverein zu Gast. Ein guter Anlass, dieser besonderen Verbindung nachzuspüren.

Wer ihn kennt, weiß: Er ist ein Workaholic. Und ein Perfektionist. Mariss Jansons ist ein detailbesessener, harter Arbeiter. Der Maestro brauche das Gefühl, immer alles unter Kontrolle zu haben, erzählen seine Musiker. Jansons widerspricht nicht. „Alles ist schwer, wenn man es gut machen möchte. Leicht gibt es nicht“, sagt er. Warum etwas gut wird? Aufgrund von Begabung, Talent oder Intuition natürlich. Aber der 74-Jährige hat darauf noch eine weitere Antwort: „Fleiß.“ Als ihn einst das Fernsehen in einem Film über ihn selbst als Komparse benötigte, fragte der Regisseur Frau Jansons, ob sie mit ihrem Mann vielleicht ein wenig dekorativ spazieren gehen könne. Ihre Antwort kam prompt: „Wir gehen nie spazieren. Mein Mann hat zu arbeiten.“

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