So 11. März 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

Orchester Wiener Akademie

Martin Haselböck | Johann Sebastian Bach

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Bemerkungen

An Stelle von Iestin Davies übernahm Alois Mühlbacher die Alt-Partie, an Stelle der erkrankten Dorothee Mields übernahm Elisabeth Breuer die Sopran-Partie. Pause nach dem ersten Teil.

 

„… mit allen Seelen“

Es ist eine müßige Frage, welche Bach-Passion denn nun die „bessere“ sei: die dramatischer angelegte „Johannes-“ oder die meditativer ausgerichtete „Matthäuspassion“, und wenn man sie hört und erleben darf, die eine wie die andere, denkt man sich: Nur amusische Zeitgenossen könnten ernstlich die Ranking-Frage stellen. Gibt es Größeres als Bach, hier wie da? Gibt es Berührenderes als – nehmen wir nur dies – die Inwendigkeit des Chorals, mit dem die „Johannespassion“ schließt und die Passion ins Gebet wendet? „Ach Herr, lass dein lieb’ Engelein, am letzten Tag die Seele mein …“ 
Über solche Wendungen ist kaum zu sprechen. Und wenn, dann eigentlich nur so, wie Hans Werner Henze es tat – in seinem Bekenntnis zu Bach: „Diese Musik vergibt uns armen Teufeln, sie verspricht uns neue Lust, sie weint für uns mit allen Seelen.“ 
Martin Haselböck leitet nun wieder eine Aufführung der „Johannespassion“ mit seinem Orchester Wiener Akademie, einem klein besetzten Vokalensemble der Spitzenklasse, dem Consort Wiener Akademie, und renommierten Solisten der Alte-Musik-Szene: Dorothee Mields (Sopran), Iestyn Davies (Countertenor), Tilman Lichdi (Tenor) und José Antonio López (Bariton).