Mi 04. April 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

City of Birmingham Symphony Orchestra

Mirga Gražinytė-Tyla | Schumann • Šerkšnytė • Beethoven

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Rezensionen

Donnerstag, 05. April 2018 | Der Standard / Ender, Daniel

City of Birmingham Orchestra: Energie schlägt Vorurteil

Der Klangkörper unter Dirigentin Mirga Grazinyte-Tyla begeistert im Wiener Musikverein.

Musiker, mit denen sie arbeitet, nennen sie Mirga – zu unaussprechlich scheint den meisten ihr Familienname. Doch steckt darin ein wichtiger Hinweis. Denn eigentlich lautet der Familienname der 1986 in Vilnius geborenen Chefdirigentin des City of Birmingham Symphony Orchestra nur Grazinyte.

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Einfach Mirga!

Einfach Mirga! Großbritanniens Musikfreunde nennen sie am liebsten beim Vornamen, und das nicht nur, weil ihnen der Nachname – Gražinytė-Tyla – schwer über die Lippen geht. Die Kurzformel ist auch eine Sympathiebekundung der herzlichsten Art. Die 31-jährige Dirigentin aus Litauen wurde gleichsam über Nacht einer der beliebtesten Musikstars des Landes. In Birmingham folgte sie auf den gefeierten Andris Nelsons – die Woge der großen Emotionen beim City of Birmingham Symphony Orchestra ebbt so nicht ab. Direkt aus der „Honeymoon“-Periode ihrer Beziehung kommen Mirga Gražinytė-Tyla und das CBSO nun in den Wiener Musikverein. Dabei wird, nebstbei, auch das wichtige Österreich-Kapitel ihrer Vita berührt. 2004 kam Mirga Gražinytė-Tyla direkt aus Litauen zum Studium an die Kunstuniversität Graz. Einer ihrer Lehrer war hier Singvereins-Chordirektor Johannes Prinz. 

Lesen Sie auch den Artikel "Mut zur Zukunft" aus unserem Musikfreunde Magazin.