Do 24. Mai 2018

19:30 Großer Saal, Musikverein

The Cleveland Orchestra

Franz Welser Möst | Ludwig van Beethoven

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Rezensionen

Freitag, 25. Mai 2018 | Der Standard / Tošić, Ljubiša

Welser-Möst dirigiert alle Symphonien Beethovens

Der Dirigent präsentiert im Wiener Musikverein mit dem glänzenden Cleveland Orchestra Ludwig van Beethoven als Utopisten und Vorboten der Romantik.

Immer wenn die Orchestergäste aus Cleveland den Wiener Musikverein beehren, wird der Goldene Saal mit Klangnoblesse geflutet. Allerdings so intelligent wie diskret. Die Fähigkeit des Cleveland Orchestra, dynamisch in intime Lautstärkebereiche vorzudringen und dennoch die Intensität zu halten, ist der Beleg für eine subtile Virtuosität.

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Sonntag, 27. Mai 2018 | Die Presse / Weidringer, Walter

Apollinischer Beethoven mit Franz Welser-Möst in Wien

Das Cleveland Orchestra setzte sein „Prometheus-Projekt“ fort: weiche Streicher, distinguiertes Forte. Das hätte Karajan gefallen.

Karajan müsste das gefallen haben. Einen so nobel gerundeten, ansatzlos weichen Streicherklang in distinguiertem Forte, wie ihn das Cleveland Orchestra gleich zu Beginn dieses dritten von fünf Beethoven-Abenden unter Franz Welser-Möst ausstellt, hört man auch im Wiener Musikverein nicht alle Tage.

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Freitag, 25. Mai 2018 | Wiener Zeitung / Wagner, Daniel

Vom Feuer des Titanen

Start für das "Prometheus-Projekt" im Musikverein.

Wie die Welt wohl aussah, bevor ihr der mythische Prometheus das Feuer brachte? Ein frühes Beethoven-Ballett malt ein düsteres Bild davon: Ohne freie Wissenschaft war sie, ohne Kunst, ohne sittliche, selbstbestimmte Freuden. Gut möglich, dass sich Ludwig van Beethoven, dieser Visionär der Musikgeschichte und Verfechter bürgerlicher Tugenden, selbst als einen Prometheus der Kunst betrachtet hat.

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Der entfesselte Prometheus

Es geht um mehr als nur einen weiteren Beethoven-Symphonien-Zyklus: In ihrem „Prometheus-Projekt“ suchen Franz Welser-Möst und das Cleveland Orchestra, was Beethovens Welt im Innersten zusammenhält – und wohin sie ausstrahlt. Eine philosophische Klangreise mit Prometheus als zentraler (Denk-)Figur. 

Schließlich wurde ihm die Sache mit dem Feuer doch zu heiß. Was, wenn es in falsche Hände geriete? Hofrat Goethe mahnte zur Vorsicht. Das Manuskript seines wieder aufgetauchten „Prometheus“, eines Dramenfragments, möge ja nicht „zu offenbar“ werden, schrieb er 1820 an seinen Freund Zelter. „Es käme unserer revolutionären Jugend als Evangelium recht willkommen, und die hohen Kommissionen in Berlin und Mainz möchten zu meinen Jünglingsgrillen ein sträflich Gesicht machen.“ Die Karlsbader Beschlüsse waren gerade erst gefasst worden, in Mainz saß die „Zentraluntersuchungskommission“, die über die Unterdrückungsmaßnahmen wachte. Der Deutsche Bund erstickte so ein Glimmen und Glosen, das die Fürstenthrone hätte ansengen können.

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